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Getreide

Unterdurchschnittliche Getreideernte erwartet

von , am
19.04.2013

Die Getreide- und Winterrapsbestände in Deutschland haben den erneuten Wintereinbruch im März überwiegend ohne nennenswerte Schäden überstanden.

© fotolia.de
Lediglich in einigen Regionen ist es vereinzelt zu spürbaren Auswinterungsschäden gekommen. Dies betrifft insbesondere spät gesäte Weizenbestände. Darüber hinaus weisen die Kulturen einen Entwicklungsrückstand von – je nach Region – zwei bis vier Wochen auf, der wohl nur teilweise wieder aufgeholt werden kann. Vor diesem Hintergrund passt der DRV seine Ernteschätzung im Ver-gleich zum Vormonat an und geht nunmehr von einer nur unterdurch-schnittlichen Getreideernte in Höhe von 44,4 Mio. t aus. In seiner ersten Schätzung des Jahres 2013 erwartete der DRV noch eine Getreideernte von 45,1 Mio. t.
 
Die Winterweizenernte wird derzeit auf knapp 23 Mio. t nach 21,4 Mio. t im Vorjahr geschätzt. Bei Roggen wird nach einer deutlichen Auswei-tung der Anbauflächen um rund 10 Prozent mit einer Erntemenge von knapp 4,1 Mio. t nach 3,9 Mio. t im Vorjahr gerechnet. Bei der Wintergerste erwartet der DRV einen Produktionsanstieg von gut 10 Prozent auf 7,8 Mio. t. Beim Winterraps geht der Verband derzeit von einer Ern-temenge in Höhe von knapp 5,2 Mio. t aus. Im Vormonat erwartete der DRV hier gut 5,3 Mio. t.
Die Landwirte haben die günstigen Wetterbedingungen in den vergan-genen Tagen intensiv für die Frühjahrsbestellung genutzt, die in ver-schiedenen Regionen bereits abgeschlossen ist. Die verzögerte Aussaat wird nach Einschätzung des DRV die Anbaufläche von Sommergerste weiter reduzieren.
 
So rechnet der Verband derzeit nur noch mit einer Aussaatfläche von 376.500 ha. Damit werden der Vorjahreswert von 587.700 ha sowie der Fünfjahresdurchschnitt erheblich unterschritten.
 
Die Raiffeisen-Genossenschaften hoffen nun auf konstante Frühjahrs-temperaturen mit ausreichenden Niederschlägen, damit die Ackerkultu-ren den Wachstumsrückstand zumindest teilweise wieder aufholen und das vorhandene Ertragspotential voll entfalten können.
 
Der DRV wird seine nächste Ernteprognose Mitte Mai erstellen.
 
Weitere Informationen: Guido Seedler, DRV-Warenwirtschaft, Tel. 030 856214-410, E-Mail: seedler@drv.raiffeisen.de
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