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Zuckerrüben

Verluste bei Ernte und Verladung von Zuckerrüben minimieren

Zuckerrüben bei der Ernte
Dirk Wollenweber, Zuckerrübenanbauerverband Südniedersachsen
am
13.09.2018

Die Zuckerrübenernte startet in diesen Tagen und die Ertragsprognosen fallen schwerer als sonst. Wie Sie Verlustquellen bei Ernte und Verladung minimieren.

Die Rübenbestände differenzieren nach der Dürre stärker als selten zuvor. Jeder Acker ist anders und darauf müssen sich Anbauer, Roder- und Mausfahrer einstellen. In vielen Regionen leidet die Zuckerrübe immer noch deutlich unter der Trockenheit der vergangenen Monate. Jeder Bodenpunkt ist an der Pflanzenentwicklung zu erkennen und es werden sehr unterschiedliche Erträge erwartet.

Ausmaß der Ertragseinbußen noch nicht abschätzbar

Ernte von Rüben

Das Ausmaß der Ertragseinbußen differenziert regional sehr stark und kann zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht belastbar abgeschätzt werden.

Eins ist aber sicher: Einzelne Standorte werden ertraglich sehr stark abfallen. Gleichzeitig dürften höhere Zuckergehalte ausgleichend wirken.

Dennoch wird es keine Missernte geben, denn die tief wurzelnde Ackerfrucht kann sehr effizient mit dem Wasser umgehen.

Besonderheit der Saison 2018: Rübenmotte

Auf trockenen Standorten ist aber der Blattapparat zu großen Teilen beeinträchtigt. Die Rüben schlafen, welken und sind anfälliger für Krankheiten und Schädlinge. Eine Besonderheit ist in diesem Jahr die Rübenmotte, die in vielen Anbaugebieten zu finden ist und besonders geschwächte Bestände schädigt.

Überrübenpreis vor Kampagne vereinbart

Auch wenn viele Betriebe in diesem Jahr keine Überrüben haben werden, wurde der Überrübenpreis gemäß Vertrag bereits vor der Kampagne vereinbart. Der Preis für die über die Vertragsmenge hinaus erzeugten Rüben beträgt 14,50 €/t (bei 16 % Zuckergehalt) zuzüglich Nebenleistungen und abzüglich der individuellen Frachtbeteiligung zum Bezugspunkt.

Fokus auf Erfüllung der Vertragsmengen

Mit der Preisfestlegung für die Überrüben haben Nordzucker und der Dachverband Norddeutscher Zuckerrübenanbauer ein deutliches Statement gesetzt, dass der Fokus klar auf der Erfüllung der Vertragsmengen liegt – und nicht auf einer gezielten Überrübenerzeugung.

Zum anderen wird damit ein Zeichen gesetzt, dass bei Vermarktung der Überrüben die Abgabe an den wirtschaftlich interessantesten Abnehmer erfolgen kann. Denn gemäß Liefervertrag besteht keine Lieferverpflichtung an Nordzucker.

Zuckerrüben-Ernte: Diese Punkte beachten

Folgendes sollten Sie bei der Ernte beachten, um Verluste möglichst gering zu halten:

  • Gute Schläge später roden, um Zuwachspotenzial zu nutzen.
  • Hohe Fallhöhen beim Abbunkern vermeiden.
  • Rüben mit faulen Stellen nicht lange lagern.
  • Welke Rüben zerbrechen in der Lademaus. Die Wassersprüheinrichtung vermindert das deutlich.

Mehr zum Thema lesen Sie in der LAND & Forst 37/18.

Zusätzliche Vertragsmengen

Unabhängig von individuellen Lieferansprüchen bietet Nordzucker für 2019 noch einmal Mengen zur Zeichnung an. Besonders gerichtet ist dieses Angebot an Anbauer in den Regionen, in denen die Herbstaussaat durch die sehr trockenen Bedingungen eingeschränkt ist. Das kann zum Beispiel eine ausgefallene Rapsaussaat betreffen.

Es handelt sich bei diesem Angebot um ein einjähriges Modell mit einer variablen Preisgestaltung. Die Zeichnung von Mengen zu diesem Angebot ist nach dem bekannten Verfahren im AgriPortal der Nordzucker im Zeitraum vom 7. September 9 Uhr bis zum 20. September 2018 möglich.

Mit Material von Nordzucker AG

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