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Schädlingsbekämpfung

Wintergetreide: Tipps der LWK Niedersachsen gegen Schädlinge

Wintergetreide-Spritzen-Fruehjahr
Lüder Bornemann, LWK Niedersachsen
am
26.04.2019

Die Schädlinge in Wintergetreide hatten bisher gute Wachstumsbedingungen. Die LWK Niedersachsen rät jetzt, bei Bedarf zu handeln.

Aufgrund der guten Wachstumsbedingungen im Herbst und Winter ist mit einem hohen Schädlingsauftreten in Wintergetreide zu rechnen. Davor warnt jetzt die LWK Niedersachsen. Gegenmaßnahmen sollten aber nur wohlüberlegt eingeleitet werden.

Fröste sorgen normalerweise dafür, dass die Blattläuse über den Winter absterben und somit ihre Entwicklung im Frühjahr beginnen. Diese geht aus von ihren speziellen Winterwirten, wie z. B. der Traubenkirsche oder Rosen. Von diesen Winterwirten erfolgt dann der Einflug in die Getreidebestände, wo sich ein erneuter Populationsaufbau vollzieht.

Auftreten von Blattläusen in Beständen

Eigelege Sattelmücke

Wenn die Läuse direkt überleben können, ist auch von einem höheren Schadpotenzial auszugehen, z.B. durch die Übertragung von Getreideviren oder durch direkte Saugschäden an der Pflanze. In diesem Jahr ist es aufgrund der wechselhaften Märzwitterung und der kühlen Witterung Anfang April bisher schwer, Aussagen über das Auftreten von Blattläusen in den Beständen zu machen.

Erste Saugproben ergaben relativ geringe Besatzdichten in den Beständen, dennoch wurden fast überall Läuse festgestellt.  

Warme Temperaturen: Bestände kontrollieren

Ab Mitte Mai ist je nach Witterungsbedingungen und der einhergehenden Entwicklung auf den Winterwirten mit dem Zuflug geflügelter Läuse von den Winterwirten in die Getreidebestände zu rechnen. Der weitere Populationsaufbau hängt dann neben den Witterungsbedingungen auch vom weiteren Nützlingsauftreten ab.

Bei warmen Temperaturen sollten die Bestände kontrolliert werden.

Empfehlungen zur Bekämpfung der Läuse

Unter Berücksichtigung der Resistenzvermeidung ergeben sich folgende Empfehlungen zur Bekämpfung der Läuse:

  • Bei einer Indikation von Virusvektoren im Herbst und Frühjahr: Pyrethroideinsatz
  • Bei einer Indikation von Sattel- und Gallmücken, Getreidehähnchen in BBCH 39 bis 55: Pyrethroideinsatz gegen Sattel- und Gallmücken,
  • Biscaya-Einsatz gegen Getreidehähnchen.
  • Indikation Blattläuse als Saugschädlinge (BBCH 55 bis 69: Einsatz von Pirimor 200 g/ha (sehr gute Knock-down Wirkung, keine Dauerwirkung), Einsatz von Teppeki 140 g/ha (Wirkung länger anhaltend, nur Winterweizen).

Mehr zum Thema lesen Sie in der LAND & Forst 17/19.

Zugelassene Insektizide in Getreide hier als Tabelle zum Download

LAND&Forst

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