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Agrarministerkonferenz

Agrarminister Meyer erhält Forderungen vom Agrarbündnis Niedersachsen

Demonstranten vor dem Landwirtschaftsministerium in Hannover
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Birgit Greuner, LAND & Forst
am
27.03.2017

Ab Mittwoch findet in Hannover die Bund-Länder-Agrarministerkonferenz (AMK) statt. Das Agrarbündnis Niedersachsen hat einen Forderungskatalog überreicht.

Vertreter des Agrarbündnisses Niedersachsen übergaben am Montag Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Grüne) einen Forderungskatalog mit Maßnahmen

  • gegen das "Höfesterben" sowie
  • zur Stärkung kleiner und mittlerer landwirtschaftlicher Betriebe.

Meyer leitet ab Mittwoch die dreitägige Bund-Länder-Agrarministerkonferenz (AMK) in Hannover. Dem Agrarbündnis gehören 19 Organisationen an, darunter neben der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), dem Bund Deutscher Milchviehhalter (BDM), Bioland und Demeter auch BUND, Nabu, attac und mehrere Bürgerinitiativen.

Agrarbündnis Niedersachsen fordert Stopp des "Höfesterbens"

Das Bündnis fordert

  • im Ackerbau die verbindliche Einhaltung von Fruchtfolgen mit Leguminosen, die Begrenzung der Schlag­größe sowie aktiven Wasser- und Klimaschutz.
  • Für den Umbau der Landwirtschaft sollten die Agrarminister einen Finanzrah­men von einer Milliarde Euro jährlich beschließen.
  • Um den Strukturwandel - das „Höfesterben“ - zu stoppen, sollen 15 % der Direktzahlungen für umweltschonende Ackerbauprogramme und artgerechte Nutztierhaltung verwendet werden.
  • Der Aufschlag der Direktzahlungen auf die ersten Hektare muss nach Ansicht des Bündnisses von jetzt sieben Prozent auf 30 % erhöht werden.
  • Außerdem sollten Marktkriseninstru­mente zur Mengenreduzierung eingeführt werden, die steigende Erzeugung in Überschusssituationen sanktionieren und Mengenvernunft belohnen.

Meyer: Bäuerliche Familienbetriebe statt große Landbesitzer

    Minister Christian Meyer kündigte an, die Forderungen mit in die AMK-Gespräche zu nehmen. „Wir müssen die Mittel der EU stärker auf bäuerliche Familienbetriebe, Umwelt-, Gewässer- und Tierschutz konzentrieren, statt große Landbesitzer zu honorieren“, so Meyer. „Gerade angesichts der gesellschaftlichen Erwartungen an einen Umbau der Tierhaltung wäre eine stärkere Kopplung der Zahlungen an Tierwohlleistungen, Weidehaltung und für Stallumbauten sinnvoll.“

    Der Minister fordert zusammen mit sechs weiteren Ländern „mindestens eine Milliarde Euro pro Jahr für eine bundesweite Nutztierstrategie“. Und: „Auch sollten die ersten Hektare, also die kleinen und mittleren Betriebe einen erhöhten Zuschlag bekommen“, sagte der AMK-Vorsitzende.

    Mit Material von PI/red
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