Login
Schweinepest

ASP-Gefahr: Land zahlt Ausgleich für Jäger

Gewehr auf Hochsitz
Thumbnail
Birgit Greuner, LAND & Forst
am
23.10.2018

Das Schwarzwild so weit bejagen, dass sich die Afrikanische Schweinepest (ASP) nicht ausbreitet. Dafür zahlt Niedersachsen jetzt einen Ausgleich.

Präventives Ziel vor einem möglichen Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) ist es, die Schwarzwildbestände so weit abzusenken, dass die Ausbreitung der Seuche möglichst unterbunden wird. Das Land Niedersachsens gewährt jetzt eine finanzielle Unterstützung für den Mehraufwand, der Jagdausübungsberechtigten und Hundeführern entsteht.

Antragsberechtigt ist der Jagdausübungsberechtigte

Folgende Punkte sind zu beachten: 

  • Antragsberechtigt ist jeweils der Jagdausübungsberechtigte,
  • Auszahlungsbehörde ist die Landwirtschaftskammer Niedersachsen in Hannover.
  • Anders als bei sonstigen Subventionsmaßnahmen ist kein Antrag vor Beginn der Maßnahme erforderlich.
  • Die Möglichkeit, Aufwand geltend zu machen, gilt für alles erlegte oder gefundene Schwarzwild seit 1. April 2018.

Mehraufwand: Maßnahmen gegen Schweinepest

Im Einzelnen geht es um folgende Maßnahmen:

  • Suchen und Beproben von Fallwild und von schwerkrankem Schwarzwild: Eine intensive, möglichst systematische Fallwildsuche wird zur frühzeitigen Erkennung eines Ausbruches für unerlässlich gehalten. Eine Verpflichtung zur Fallwildsuche hat der Jagdausübungsberechtigte jedoch nicht. Damit trägt jede Fallwildsuche zur Früherkennung bei. Die Höhe der Entschädigung beträgt 50 Euro pro Tier. Die Antragstellung ist vom 1. April bis 31. Mai für das vorangegangene Jagdjahr möglich.

 

  • Mehrabschuss von Schwarzwild aller Altersklassen: Ziel ist eine Reduzierung des Schwarzwildbestandes, um die Infektionskette im Falle eines möglichen Ausbruchs der ASP zu unterbinden. Die Höhe der Entschädigung beträgt 50 Euro pro Tier. Voraussetzung ist hier, dass im Einzelrevier ein Mehrabschuss in einem Jagdjahr erfolgt (erstmals 2018/19) als im Durchschnitt der drei Jagdjahre 2014/15, 2015/16 und 2016/17. Die Zahlen sind aus der jährlichen Meldung an die Landkreise vorhanden. Die Antragstellung ist vom 1. April bis 31. Mai für das vorangegangene Jagdjahr möglich.

 

  • Einsatz von Jagdhunden bei revierübergreifenden Drückjagden: Eine effektive Bejagung durch Erlegung möglichst mehrerer Wildschweine einer Rotte bei der Beunruhigung durch Hunde ist bei abgestimmten revierübergreifenden Jagden möglich. Nur bei dieser Förderung, da sie die Hundeführer erreicht und der Einsatz der Hunde revierübergreifend stattfindet, wird die Aufwandsentschädigung auch Bund, Land, Kommunen, öffentlich-rechtlichen Anstalten und Stiftungen gewährt. Die Höhe der Entschädigung liegt bei 25 Euro pro Einsatztag eines Jagdhundes. Voraussetzung ist hier, dass mindestens fünf direkt aneinander grenzende Jagdbezirke oder mindestens zwei mit einer Gesamtfläche von 2000 Hektar gemeinsam an einem Drückjagdtermin jagen. In diesem Fall wird ein Antrag für alle Reviere gestellt. Die Antragstellung ist während des laufenden Jagdjahres möglich.

Informationen sowie die Anträge zum Download

  • Fragen – unter anderem zu Voraussetzungen der Anträge – beantwortet die Landwirtschaftskammer Niedersachsen.
  • Weitere Informationen sowie die Anträge stehen hier zum Download bereit...

So viele Wildschweine wurden 2017 geschossen

Schwarzwildstrecke_Baden-Württemberg_2016-2017
Schwarzwildstrecke_Bayern_2016-2017
Schwarzwildstrecke_Brandenburg_2016-2017
Schwarzwildstrecke_Hessen_2016-2017
Schwarzwildstrecke_Mecklenburg-Vorpommern_2016-2017
Schwarzwildstrecke_Niedersachsen_2016-2017
Schwarzwildstrecke_Nordrhein-Westfalen_2016-2017
Schwarzwildstrecke_Rheinland-Pfalz_2016-2017
Schwarzwildstrecke_Saarland_2016-2017
Schwarzwildstrecke_Sachsen_2016-2017
Schwarzwildstrecke_Sachsen-Anhalt_2016-2017
Schwarzwildstrecke_Schleswig-Holstein_2016-2017
Schwarzwildstrecke_Thüringen_2016-2017
Auch interessant