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Deutscher Bauerntag 2016

Bauern brauchen Perspektiven

Pressedienst/red
am
23.06.2016

Hannover - Milch, Tierhaltung und die Sorge vor einem gesellschaftlichen „Wunschkonzert“: Das sind die Themen des Deutschen Bauerntages 2016 in der kommenden Woche.

Mit dem diesjährigen Bauerntag will der Deutsche Bauernverband (DBV) ein klares Signal an Politik und Marktpartner senden. „Die heimische Landwirtschaft muss in ihrer Weiterentwicklung gestärkt werden, um eine nachhaltige Perspektive zu sichern und die Leistungen erbringen zu können, die Verbraucher, Märkte und Gesellschaft schätzen und nachfragen“, erklärte DBV-Generalsekretär Bernhard Krüsken vor dem Deutschen Bauerntag. Der findet unter dem Motto „Zukunft sichern, Bauern stärken“ nächste Woche in Hannover statt.

Hilfe für Bauern in der Preiskrise

Krüsken betonte, die Bauernfamilien erwarteten von der Politik wirksame und sofort umsetzbare Maßnahmen zur Unterstützung in der anhaltenden Preiskrise. Damit seien die Erwartungen an Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt und EU-Agrarkommissar Phil Hogan groß, die am 30. Juni zu den Delegierten sprechen. Am Vortag diskutiert das DBV-Präsidium mit Niedersachsens Agrarminister Christian Meyer.

Landwirtschaft als wichtiger Arbeitgeber auf dem Land

Mit rund 633.000 unmittelbar in der Landwirtschaft Erwerbstätigen, einem Produktionswert von 53 Mrd. Euro im Jahr 2015 und jährlich fast 11 Mrd. Euro Investitionsvolumen sei die heimische Landwirtschaft bedeutender Teil der deutschen Wirtschaft und des Mittelstandes, unterstrich Krüsken vor Journalisten in Hannover. Zusammen mit der Ernährungswirtschaft stelle sie elf Prozent aller Erwerbstätigen.

„Auf dem Land ist die Branche wichtiger Arbeitgeber“, stellte der DBV-Generalsekretär fest. Deshalb sei es von gesellschaftlich und politisch großem Interesse, eine nachhaltig wirtschaftende, wettbewerbsfähige und leistungsfähige heimische Landwirtschaft zu erhalten und zu stärken.

Situation landwirtschaftlicher Betriebe bereitet große Sorgen

Die wirtschaftliche Situation der bäuerlichen Familienbetrieben und die öffentliche Diskussion über Landwirtschaft bereite große Sorgen, ergänzte Landvolkpräsident Werner Hilse vor der Presse. Landwirte lehnten Verbesserungen und Neuerungen nicht ab, der Wandel auf den Höfen vollziehe sich wie in der Vergangenheit in einem stetigen Prozess, der mehr gesellschaftliche Anerkennung verdiene.

Hilse wies zugleich darauf hin, dass das Geld für Investitionen in weiteren Güllelagerraum, umweltschonende Ausbringungsverfahren oder mehr Tierwohl in den Ställen erst sauer verdient werden müsse. Hier gehe es um Milliardenbeträge, aktuelle Krisenhilfen dagegen sehen nur 100 Mio. Euro „plus x“ vor.

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