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Europäische Innovationspartnerschaft

Erste Projekte in Niedersachsen gestartet

AgE
am
30.05.2016

Hannover - In Niedersachsen beginnen jetzt die Arbeiten für die ersten 14 Forschungsprojekte aus dem neuen Förderprogramm Europäische Innovationspartnerschaft (EIP-Agri).

Neue Forschungsergebnisse in die Praxis umsetzen und praktische Anwendungen zu verbessern: Das ist das Ziel der 14 Projekte des neuen Förderprogramms Europäische Innovationspartnerschaft (EIP-Agri), die jetzt in Niedersachsen gestartet sind.

Die Projekte werden mit insgesamt 7 Millionen Euro gefördert. 80 % der Gelder stammen von der Europäischen Union, 20 % steuert das Land Niedersachsen bei.

Tiergesundheit und Tierschutz gefördert

Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer ist erfreut, dass es bei den ersten EIP-Projekten in Niedersachsen vor allem um die Förderung von Tiergesundheit und -schutz sowie um die Verringerung von Emissionen aus Tierhaltungsanlagen geht.

Weitere Schwerpunkte von EIP-Agri sind das ressourcenschonende Nährstoff- und Pflanzenschutzmanagement sowie die Verbesserung der Treibhausgasbilanz entlang der Wertschöpfungskette.

Kompostvarianten bei Biokartoffeln erproben

Dem Agrarressort zufolge werden sogenannte Operationelle Gruppen gefördert, die sich eigens für die Durchführung konkreter Projekte zusammenfinden. Die Gruppen agierten dabei in einem nationalen und europäischen Netzwerk, das dem Erfahrungsaustausch und der Verbreitung der Ergebnisse diene.

So werde unter anderem das Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen (KÖN) im Verbund mit Kompostherstellern Kompostvarianten im Einsatz bei Biokartoffeln erproben. Ziel sei die Verbesserung des Kartoffelwachstums, der Pflanzengesundheit sowie der Nährstoff- und Wasserversorgung.

Gute Backweizenqualität durch Mischung von Sorten

Im Projekt Klimaweizen des „Netzwerkes Ackerbau“ gehe es wiederum darum, trotz Verzichts auf eine späte Stickstoffdüngung durch intelligente Mischung von Sorten gute Backweizenqualitäten herzustellen.

Pflanzenkohle als Futterzusatz

Außerdem wolle die Landwirtschaftskammer Niedersachsen den Einsatz von Pflanzenkohle als Futterzusatz im Stall erproben, um somit unter anderem die Fußballengesundheit von Geflügel zu erhöhen.

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