Login

Ferkelkastration: Otte-Kinast mit klaren Forderungen

Thumbnail
Birgit Greuner, LAND & Forst
am
09.10.2018

Wie geht es weiter mit der Schweinehaltung in Niedersachsen? Hier die Forderungen nach einem dreistündigen Branchengipfel in Hannover.

Auf Einladung der niedersächsischen Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast trafen sich gestern (8. Oktober) rund 20 Vertreter von Handel, Verarbeitung, Schlachtunternehmen, Landwirtschaft und Berufsstand in Hannover. Es ging um die Zukunft der Schweinehaltung.

Auf Bundesebene war eine Initiative angekündigt worden mit dem Ziel, die Übergangsfrist bis zum vollständigen Verbot der Ferkelkastration ohne Betäubung um zwei Jahre zu verlängern.

Otte-Kinast will jetzt gemeinsam mit Politik und Wirtschaft einen gangbaren Weg für Niedersachsens Schweinehalter erarbeiten. Sie formulierte klare Forderungen an alle Beteiligten.

Wirtschaft soll Lösungen entwickeln

Es gelte, im Falle einer Verlängerung der Übergangsfrist für die betäubungslose Ferkelkastration die Zeit bis 2020 zu nutzen. „Von der Wirtschaft erwarte ich die Entwicklung tragfähiger Lösungen für eine nachhaltige und tiergerechtere Schweinehaltung zu entwickeln.“

Die Ministerin sieht vor allem die Verarbeitungs- und Einzelhandelsunternehmen in der Pflicht. Diese sollten möglichst schnell für verlässliche Vermarktungswege für Schweinefleisch sorgen, das unter Verzicht auf eine Kastration männlicher Ferkel erzeugt wurde.

Bund muss Rechtssicherheit schaffen

Auch die Bundesregierung müsse jetzt dringend handeln. Die Schweinehalter bräuchten die erforderliche Rechtssicherheit. „Nur so können wir erfolgreich der tiefen Verunsicherung unserer Landwirte begegnen.“

Ministerin Otte-Kinast bestand darauf, dass der Bund seine umfangreichen Kapazitäten im Bereich der Ressortforschung mit dem Ziel nutzt, zeitnah den Ausstieg aus der Ferkelkastration zu ermöglichen.

Mit Material von Landwirtschaftsministerium Niedersachsen
Auch interessant