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Junglandwirtetag

Ganderkesee: Junglandwirte fordern Verlässlichkeit

Junglandwirtetag-2018
Carl Hesebeck
am
01.03.2018

Für junge Landwirte wird es schwieriger, ihren Betrieb für die Zukunft gut aufzustellen. Im niedersächsischen Ganderkesee fand jetzt der Junglandwirtetag statt.

Wenn der Junglandwirtetag ruft, dann machen sich alle auf den Weg – von den Auszubildenden auf dem Hof bis zu bedeutenden Persönlichkeiten aus Landwirtschaft und Politik. So war es auch in diesem Jahr bei der jüngsten Auflage im niedersächsischen Ganderkesee. Eingeladen hatten die Junglandwirte Niedersachsen und Oldenburg.

Auf einen knackigen Einstieg mit einem Kurzfilm folgte eine knappe Vorstellung der Vorstandsmitglieder

  • Niklas Behrens,
  • Viktoria-Sophie Möhlenhof und
  • Henrik Brunkhorst.

Niklas Behrens beschrieb die Stimmung: „Wer die Mehrheit hinter sich vereinen kann, bekommt heutzutage Recht – unabhängig von wissenschaftlichen Erkenntnissen. Landwirtschaft kann letztlich nur noch mit öffentlicher Akzeptanz betrieben werden.“
Dafür gab es Lob von hoher Stelle: „Mein Vorredner kann als Beispiel für unsere gut ausgebildeten Landwirte in Niedersachsen dienen. Unsere Junglandwirte machen einen guten Job und hervorragende Öffentlichkeitsarbeit“, sagte Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast.

Junglandwirt Ritz: Wichtig ist Planungssicherheit

DLG-Präsident Hubertus Paetow beschrieb zunächst die Vergangenheit: „In den vergangenen 50 Jahren ist es uns gelungen, die Produktivität durch Einsatz von Kapital immer mehr zu steigern, etwa durch den Bau größerer Ställe oder den Kauf leistungsstärkerer Schlepper.“

Neu sei allerdings, dass auch die Nachhaltigkeit durch Kapital steige. Umso wichtiger sei es daher, heute die Weichen für einen erfolgreichen Betrieb im Jahr 2030 zu stellen.

„Junglandwirten sollte frühzeitig die Möglichkeit gegeben werden, die Hofnachfolge anzutreten. Außerdem brauchen wir eine verlässliche Politik und Planungssicherheit“, bestätigte Jörn Ehlers, Vize-Präsident des Landvolkes Niedersachsen. Er war kurzfristig für Landvolk-Präsident Albert Schulte to Brinke eingesprungen.

Einen Blick in die Zukunft wagte Junglandwirt Johannes Ritz aus Kirchlinteln: Seit 2015 leitet der 26-Jährige seinen Betrieb, zu dem neben 100 Hektar Ackerland auch Schweinemast und eine kleine Speisepilzproduktion gehören. Er stoße immer wieder auf Probleme. „Baugenehmigungen sind in einigen Ländern wesentlich leichter zu bekommen“, beklagte der Landwirt, der auch Kommunalarbeiten übernimmt.

Natürlich bleibe der Blick in die Glaskugel unscharf. „Aber damit kann man umgehen, solange die Rahmenbedingungen stimmen“, sagte Ritz. Wichtig sei vor allem die dafür nötige Planungssicherheit.

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