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Agrarministerkonferenz

Landvolk sieht geplante Milchmengenbegrenzung kritisch

Landvolk Pressedienst
am
19.04.2016

Hannover - Die Agrarministerkonferenz hat vergangene Woche entschieden: Es wird zunächst eine freiwillige, bei Bedarf aber auch eine obligatorische Milchmengenbegrenzung geben. Das Landvolk Niedersachsen sieht dadurch falsche Erwartungen geschürt.

Die Entscheidung der Agrarministerkonferenz von Bund und Ländern zu einer zunächst freiwilligen, in einem weiteren Schritt obligatorischen Mengenbegrenzung versieht das Landvolk Niedersachsen mit vielen Fragezeichen: „Nach unserer Einschätzung schüren die grünen Agrarminister falsche Hoffnungen und Erwartungen, die sie nicht einlösen können“, sagt Landvolk-Vizepräsident Albert Schulte to Brinke.

Milchmengenbegrenzung: Wie wird sie umgesetzt?

Die Agrarministerkonferenz habe sich mit keiner Silbe weder zur konkreten Umsetzung auf Bundesebene noch zu einer Einbindung in den EU-Milchmarkt geäußert. Für den Milchviehhalter aus Bad Iburg werfen die von den Agrarministern ausgesandten Botschaften daher mehr Fragen auf, als sie tatsächlich verlässliche Antworten bieten können.

Werden die Agrarzahlungen gekürzt?

Für Schulte to Brinke sind viele Fragen offen: Wie solle die Belohnung einer freiwilligen Milchmengenreduzierung aussehen? Wie wollen die deutschen Agrarminister die expansiven Milcherzeuger in Irland und den Niederlanden zu einer Mengenreduzierung bekehren? Wo solle das Geld her kommen, um die freiwillige Produktionseinschränkung auszugleichen? Würden dafür sogar im kommenden Jahr die Agrarzahlungen gekürzt?

Der Vizepräsident verweist auf die Erfahrungen der Molkerei Friesland-Campina, die für jeden nicht gelieferten Liter Milch den Betrag von 40 Cent je Kilogramm ausgeben musste.

Ausdehnung steuerlicher Gewinnglättung ist realistischer

Die weiteren Beschlüsse der Agrarministerkonferenz, zu denen unter anderem eine Ausdehnung der steuerlichen Gewinnglättung von zwei auf vier Jahre zählt, wertet der Landvolk-Vizepräsident als „realitätsnäher und tatsächlich umsetzbar“. Damit seien auch einige zentrale Forderungen des Berufsstandes aufgegriffen worden.

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