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Jagdrecht

Niedersachsen: Abkehr vom Meyer-Erlass erleichtert Gänsejagd

Gaense-Gaensejagd
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Ralf Stephan, LAND & Forst
am
11.12.2017

Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast räumt Hürden für die Jagd auf Wildgänse aus dem Weg, die ihr Amtsvorgänger Christian Meyer aufgestellt hatte.

Nach Informationen des Weser-Kurier kassierte Niedersachsens neue Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast einen Erlass von Christian Meyer, der eine Intervalljagd auf Wildgänse im 14-tägigen Rhythmus vorsah. Landwirte hatten diese Regelung von vornherein abgelehnt, weil sich in den Phasen der Jagdruhe Abertausende Gänse auf ihren Feldern aufhielten.

Landkreise müssen Intervalljagd nicht mehr anordnen

Gegenüber der Zeitung bestätigte die CDU-Politikerin, dass die Unteren Jagdbehörden die Intervalljagd seit dem 1. Dezember nicht mehr anordnen müssen. Damit gilt die vorherige Regel, die den Landkreisen diese Möglichkeit zwar einräumte, aber nicht vorschrieb.

Landesjägerschaft begrüßt Entscheidung

Landesjägerschaft begrüßt Entscheidung

Die niedersächsische Landesjägerschaft begrüßte die Aufhebung des Erlasses als einen „ersten Schritt, rein ideologisch getroffene Entscheidungen des ehemaligen Landwirtschaftsministers zurückzunehmen“.

Beim Landvolk Niedersachsen hieß es dem Bericht zufolge, mit der Rücknahme des Erlasses sei das Gänseproblem aus landwirtschaftlicher Sicht längst nicht gelöst. Durch die Jagd könne man die Tiere zwar vergrämen, ihren Bestand aber nicht wirklich reduzieren.

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