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Wolf

Wolfsmanagement: Keine Obergrenze für Wölfe in Niedersachsen

Ein Wolf schaut sich um.
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Birgit Greuner, LAND & Forst
am
21.03.2017

Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel will keine Obergrenze für Wölfe einführen. Das EU-Recht verbiete die Regulierung der Wolfspopulation durch Abschüsse.

Niedersachsen dürfe die Wolfspopulation nicht durch Abschüsse regulieren, sagte Umweltminister Stefan Wenzel gestern in Hannover. Dies sei aufgrund der rechtlichen Vorgaben auf Bundes- und Europaebene unmöglich: "Wir müssen uns an Recht und Gesetz halten und können keine Obergrenze einführen." Wenzel befürchtet keinen drastischen Anstieg der Zahl der Wölfe im Land.

Derzeit 80 Wölfe in Niedersachsen

Aktuell leben in Niedersachsen etwa 80 Wölfe. Die CDU verweist auf Experten, die eine Steigerungsrate von 30 Prozent jährlich vorhersagen. Dagegen geht der Grünen-Politiker nicht davon aus, dass sich der Wolf im ganzen Land ausbreitet.

Dies zeige sich auch in Sachsen und Brandenburg, sagte der Minister. Die niedersächsischen Rudel halten sich Wenzel zufolge überwiegend im wenig besiedelten Umfeld des Truppenübungsplatzes in der Heide, im Raum Cuxhaven sowie Diepholzer Moor auf.

CDU will Eindämmung der Wolfspopulation

Im Umweltausschuss des Landtags kritisierte Wenzel am Montag einen Sieben-Punkte-Plan der CDU-Fraktion mit Vorschlägen zur Eindämmung der Wolfspopulation. Unter anderem spricht sich die CDU dafür aus, die Bejagung von bestimmten Jungtieren und Einzelgängern zu gestatten.

Der CDU-Abgeordnete Ernst-Ingolf Angermann kritisierte, dass die 2015 angekündigte Überarbeitung des niedersächsischen Wolfsmanagements immer noch nicht abgeschlossen sei.Die Nutztierhalter, die kilometerlange Zäune nachrüsten müssten, steckten in der Bredouille. Wenzel kündigte mehr Unterstützung an. Mit wolfssicheren Zäunen ließen sich Risse verhindern.

Sicherheit der Menschen geht vor

Die Sicherheit der Menschen stehe an erster Stelle, betonte der Minister. Für Entnahmen sei es nicht notwendig, den Wolf ins niedersächsische Jagdrecht aufzunehmen, wie die CDU es fordere.

Die Entnahme von MT6 im vergangenen Jahr durchaus zeige, dass das Ministerium bereit sei, ein Tier zu töten. Der als Kurti bekannt gewordene Problemwolf war immer wieder Menschen zu nahe gekommen - vermutlich war er als Jungtier gefüttert worden.

Mit Material von dpa
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