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Ackerbau

Praktikable Lösung für Ernteausfälle in der Düngebilanz

Ackerfläche mit Bäumen
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Ralf Stephan, LAND & Forst
am
14.09.2018

Landwirte, bei denen die Düngebilanz aufgrund schlechter Ernteerträge nicht aufgeht, müssen keine Sanktionen befürchten. Das ist in Niedersachsen jetzt verbindlich geregelt.

Die großen Ernteausfälle könnten für sie im nächsten Jahr zu gravierenden Probleme mit der Düngebilanz führen, befürchten viele Landwirte in Niedersachsen. Denn fast alle haben in diesem Jahr zwar weniger als in normalen Jahren geerntet, zuvor aber für eine normale Ernte gedüngt.

Deshalb müssten sie einen Überschuss verzeichnen und dürften im nächsten Jahr deutlich weniger düngen, als der zu erwartende Bedarf ausmacht.

Düngeverordnung praktikabel ausgelegt

Die Sorgen sind jedoch unnötig. Denn für dieses Problem wurde in Niedersachsen eine praktikable Auslegung der Düngeverordnung gefunden, sagte Gerhard Schwetje, Präsident der Landwirtschaftskammer Niedersachsen im Interview mit der LAND & Forst.

Keine Angst vor der Düngeverordnung

"Wer mehr als 20 Prozent Ertragsverlust erleiden musste, braucht dies jetzt nicht in die Düngebilanz einrechnen, muss es aber noch als ,unvermeidliche Verluste in Folge der Ernteausfälle‘ dokumentieren", erläuterte Schwetje. "Hier gab es nach Vorarbeit unserer Düngebehörde sehr schnell eine vom niedersächsischen Landwirtschaftsministerium fachrechtlich bestätigte Auslegung, die eng an den praktischen Gegebenheiten orientiert ist."

Schwetje sieht darin "eine wichtige Botschaft an die Bauern: Man muss vor der Düngeverordnung keine Angst haben, es lassen sich gute Lösungen finden".

Das Interview erschien in der Ausgabe 37/2018 der LAND & Forst.

Der Düngersteuer für den Frontanbau in Bildern

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Terminal-John-Deere-Amazone
Amazone-Frontanbaustreuer
Traktor-Terminal-Amazone-Düngerstreuer
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Joystick-Amazone-Frontanbaustreuer
Amazone-WindControl-Düngerstreuer
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