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Moderne Technik

Den Boden beproben - mit Quad und Satellitentechnik

Landwirt auf dem Quad
Friederike Husmann
am
20.06.2018

Herrmann Hocke aus Bissendorf bei Osnabrück ist im Haupterwerb Landwirt. Sein zweites Standbein: akkreditierter Bodenprobenehmer der LUFA Nord-West.

Hermann Hocke ist Landwirt aus Bissendorf bei Osnabrück. Und er kennt sich wahrlich aus in seiner Region. Denn Hocke ist auf Feldern und Wiesen unterwegs, um  dort Bodenproben zu nehmen.

Der Landwirt ist nämlich akkreditierter Probenehmer der LUFA Nord-West und nutzt hierfür seit eineinhalb Jahren auf intelligente Satelliten-Technik.

Erst Bohrstock, dann Quad und Satellitentechnik

Die Messstellen werden ihm auf einem Tablet angezeigt. Er erinnert sich noch gut daran, wie er früher zu Fuß mit seinem Bohrstock pro Tag rund 20 Kilometer über die Flächen gelaufen ist. Heute aber erleichtert ihm sein 49 PS-starkes Quad die Arbeit. Den Umgang mit seinen Arbeitsutensilien hat er in einem Einführungskurs gelernt.

Den Borstock in die Tiefe stemmen

Viel Stauraum im Quad

Der 54-jährige Landwirt ist für seine Arbeit perfekt mit moderner Technik ausgestattet. Vorne, neben der Kiste für die gezogenen Bodenproben, wird das Tablet mit der "Navigation" montiert. Hinten ist der Bohrer installiert.

"Der erreicht beständig die geforderte Einstichtiefe", erklärt Hocke. Der anstrengendste Teil des Jobs bestehe nämlich darin, wenn er per Hand in trockenem Boden 15 bis 20 Mal hintereinander den Bohrstock in die Tiefe stemmen müsse.

Mit dem Quad beprobt er außerdem alle drei Jahre exakt die gleiche Stelle und zu Fuß seien es eher willkürliche Ganglinien, beschreibt er weiter die Vorteile seines Geländefahrzeugs.

Bodenproben nehmen: Nebenjob nach der Stallarbeit

Für die LUFA arbeitet er hauptsächlich im Spätsommer bis Frühjahr. Die Zeit kann er sich flexibel einteilen. Meistens rufe er nach der Stallarbeit bei den Landwirten an, ob es ihnen gerade passt.

Seinen eigenen Hof führt Hocke im Haupterwerb. 14 Milchkühe mit Nachzucht und 35 Hektar Fläche gehören dazu. Die Arbeit bei der LUFA macht er seit 21 Jahren im Zuerwerb.

Bodenproben sortieren von 550 landwirtschaftlichen Betrieben

Nach einem Tag im Außendienst auf den Flächen benötigt er anschließend ein bis zwei Stunden, um die Bodenproben zu sortieren und Begleitlisten auszufüllen.

Ein bis zweimal pro Woche werden die gesammelten Proben dann vom Kurierdienst der LUFA abgeholt und ins Labor gebracht. Damit ist sein Job erledigt. Zu seinen Kunden gehören rund 550 landwirtschaftliche Betriebe.

Düngeverordnung: LUFA sucht dringend Nachwuchs

Gerade der Kontakt mit den Berufskollegen mache ihm Spaß. Ganz besonders aber schätze er auch die Möglichkeit, verschiedene Landschaften aus einer anderen Perspektive kennenzulernen.

In den vergangenen Jahren habe sich viel verändert. Hocke erklärt: "Weil durch die neue Düngeverordnung noch mehr Wert auf die Beprobung der Flächen gelegt wird als früher, sucht die LUFA dringend Nachwuchs."

Mit Material von Friederike Husmann

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