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Mehrzweckhallen

Darf es vielleicht ein Hallentor mehr sein?

Hans-Nikolaus Meiforth, LWK Niedersachsen
am
11.05.2016

Wenn Sie eine landwirtschaftliche Halle planen, bedenken Sie besonders die Gestaltung der Zufahrtsöffnungen. Hallenzufahrten sollten nicht zu knapp bemessen sein.

Die verwendeten Hallentore sollten nicht nur das Innere Ihrer landwirtschaftlichen Halle vor Witterung schützen. Die Tore sollten auch leicht zu handhaben und leicht zu warten sein. Das verbessert die Arbeitsqualität.

Torbreite je nach Fahrzeugabmessung

Nach § 32 StVZO dürfen landwirtschaftliche Fahrzeuge, die ohne Einschränkung am Straßenverkehr teilnehmen können, maximal 4 m hoch und 3 m breit sein. Die heutzutage eingesetzten einklappbaren Anbaugeräte schöpfen diese Grenzen in der Regel voll aus.

Kampagnemaschinen und nicht einklappbare Anbaugeräte wie z.B. Mähdrescher oder Drillmaschinen können mit einer Ausnahmegenehmigung nach § 70 StVZO bis zu 3,5 m breit sein.

Lichte Öffnungshöhe von 4,2 m ausreichend

Ausgehend von diesen Fahrzeugabmessungen sollte für eine Halleneinfahrt eine lichte Öffnungshöhe von 4,2 m ausreichend sein. Bei einem Sicherheitsabstand von 0,5 m zwischen Maschine und Gebäudestruktur sollte die Öffnungsbreite einer Halleneinfahrt mindestens 4 m bis 4,5 m betragen.

Schräg durch die Toröffnung

Um den Innenraum einer Halle voll nutzen zu können, ist es manchmal erforderlich, schräg durch die Toröffnung hindurch zu fahren. In solchen Fällen sind Torbreiten von 5 bis 6 m von Vorteil. Durchfahrtsbreiten von 6 m erlauben zudem das Abstellen von zwei nebeneinander stehenden Erntewagen.

Sind traufseitige Zufahrtsöffnungen geplant, sollte beachtet werden, dass die nutzbare Durchfahrtsbreite in etwa dem Achsabstand der Binder minus einen Meter entspricht.

Schiebetore praktisch und kostengünstig

Schiebetore sind eine praktische und kostengünstige Torvariante. Sie sind bestens zum Verschließen breiter Einfahrtsöffnungen geeignet, da sie einflügelig in der Breite bis 8 m und zweiflügelig bis zur Breite von 12 m gebaut werden.

Es gibt sie in Metall- und Holzausführung oder als Holztor mit einer Tragkonstruktion aus Stahl. Die reine Holzkonstruktion kann sich mit der Zeit setzen und wird dann etwas schwer gängig.

Mit Netzen bespannte Schiebetore

Schiebetore ganz aus Metall sind erheblich leichter als die Holzvarianten und lassen sich dadurch besser handhaben. Seit ein paar Jahren sind auch mit Netzen bespannte Schiebetore auf dem Markt. Dieses macht sie für den Einbau in Aussenklimaställen interessant.

Mehr zum Thema lesen Sie in der LAND & Forst Ausgabe 19/2016 auf den Seiten 48/49. Möchten Sie die LAND & Forst zum Probelesen bestellen? Dann klicken Sie hier…

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