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Messe

EuroTier 2016: Messestart in schwierigen Zeiten

Ausstellung von Milchvieh auf Eurotier
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Birgit Greuner, LAND & Forst
am
14.11.2016

Von heute an öffnet die Fachausstellung Eurotier bis zum 18. November auf dem hannoverschen Messegelände - trotz wirtschaftlich schwierigem Umfeld.

Von den mehr als 2.600 Ausstellern kommen fast 57 Prozent aus dem Ausland: Die EuroTier 2016 vom 15. bis 18. November wird immer globaler. Trotz der wirtschaftlich angespannten Situation hofft die DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) mit 150.000 auf ähnlich viele Fachbesucher wie vor zwei Jahren.

Mit einem großen Beratungsangebot ist der Deutsche Bauernverband in Halle 26 vertreten, er will gemeinsam mit elf weiteren Verbänden, Organisationen und Unternehmen seine Mitglieder über die Perspektiven der Nutztierhaltung und die Marktlage informieren. Eingebunden in das Ausstellungskonzept ist eine Reihe von Informationsveranstaltungen, legendär ist der „Young Farmers Day“ mit der anschließenden Party für den Berufsnachwuchs. Alle Informationen zur Eurotier unter www.eurotier.com.

Die Stimmung der Nutztierhalter ist angespannt

Die angespannte Situation der Tierhalter spiegelt sich auch in ersten Buchführungsergebnissen wider, die der Verband der Landwirtschaftskammern jetzt vorgelegt hat. Danach gibt es in allen Regionen Deutschlands sowie in allen Betriebszweigen trotz leicht steigender Unternehmensergebnisse im Vergleich zum Vorjahr massive Liquiditätsprobleme. Die ökonomische Situation in der Tierhaltung wird gar als „verheerend“ beschrieben. Viele landwirtschaftliche Nutztierhalter empfinden die öffentliche Diskussion über und zu Tierhaltung ebenso beklemmend wie die wirtschaftliche Situation.

Parallel dazu sehen sich die Tierhalter in Deutschland einer intensiven Debatte zu Tierwohl und steigenden Anforderungen aus der Gesellschaft ausgesetzt, allerdings spüren sie davon so gut wie nichts auf der Erlösseite. Gleichzeitig spricht die deutsche Landwirtschaftsgesellschaft als Ausrichter der Messe von einer zunehmend globalen Ausrichtung der Agrarmärkte, die Konkurrenzsituation nimmt demnach zu.

Mit Material von Landvolk Pressedienst
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