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Technik

Flexibel und unabhängig reinigen

von , am
13.05.2015

Karsten Schulz aus Schneverdingen bewirtschaftet einen Betrieb mit 300 Sauen, BHZP-Basiszucht, im geschlossen System. Worauf setzt er bei Sauberkeit und Hygiene in seinen Ställen?

Flexibles Reinigen mit mehreren Personen ist in vielen Ställen eine immer wiederkehrende Arbeit. © Meier-Brakenberg

Schulz hat lange mit mobilen Geräten im Stall gereinigt und war es leid alle paar Jahre in neue Maschinen zu investieren bzw. er war mit deren Handling nicht mehr zufrieden. „Ich habe einfach nach einer Profilösung gesucht und meine sie gefunden zu haben. Die ersten Gespräche wurden auf der EuroTier 2012 in Hannover geführt, dann ging es mit den Entscheidungen relativ schnell“, sagt er.

Mit Monteuren des Herstellers wurde die Anlage dann im November 2013 eingebaut, eine feine Lösung wie er findet, so habe er Fachleute vor Ort gehabt, die mit guten Tipps das Ganze nochmal aufgewertet hätten.

Pumpe frequenzgeregelt

Die Anlage ist mit einer frequenzgeregelten Pumpe ausgerüstet, ein Vorteil, wenn mit mehreren Personen gleichzeitig gereinigt werden soll. Die 4.200 l Pumpe (mit drei Zylinder, Kurbelwelle) stellt sich automatisch über die Drehzahl auf die geforderte Wasserleistung ein. Sie fährt je nach Anwenderzahl und abgenommener Wassermenge sanft hoch und runter. So können auch Personen mit weniger Kraft besser arbeiten, mit der für sie individuell richtigen Wassermenge und Druck, ohne, dass andere Arbeitsplätze davon beeinflusst werden. Sicher auch interessant für Landwirte/Lohnunternehmer, die viel reinigen müssen.

Vernünftiges Einweichen ist wichtig

Der Schmutz in seinen Ställen ist für die Kaltwasser-Reiniger kein Problem. "Im Stall kommt es auf das vernünftige Einweichen an, das ist die halbe Arbeit und wichtiger als warmes Wasser oder irgendwelche Mittel", erklärt Schulz. Sein Rezept lautet: 24 Stunden vorher einweichen mit der Einweichanlage, zwei Minuten Wasser sprühen und dann zwanzig bis dreißig Minuten Pause (je nach Innentemperatur/Außenwitterung). Das Wasser muss in den Kot eindringen können und ihn zum Quellen bringen. Dann ist er schließlich wieder bereit Wasser aufzunehmen, nach einem Tag lässt er sich leicht mit dem Reiniger entfernen.

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