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Bodenbearbeitung

Grubber oder Pflug: Was ist besser?

Prof. Dr. Wolfgang Kath-Petersen von der TH Köln
am
03.08.2016

Den Boden für die neue Saat bearbeiten, das geht mit Pflug oder Grubber. Vor- und Nachteile der Methoden lesen Sie in der LAND & Forst Ausgabe 31.

Zur Vorbereitung der neuen Saat muss der Boden bearbeitet werden. Mal tiefer, mal flacher, je nach Strategie des Betriebsleiters und den Anforderungen des Standortes und der Kultur. Was leisten Pflug oder Grubber?

Nur wenige Betriebe arbeiten nach dem Prinzip des „No till“ und schlitzen ausschließlich den Bereich der Saatreihe auf die nötige Saattiefe, um das Korn in den Boden zu bringen. Einige arbeiten bereits mit neuen Methoden wie dem Strip Till- oder dem Ultra-Flach-Konzept: Beim ersten wird nur der Bereich der Saatreihe krumentief gelockert.

Beim anderen wird auf ganzer Breite gearbeitet. Dies geschieht aber extrem flach, um möglichst wenig ruhendes Ungrassamenpotenzial an die Oberfläche zu fördern. Gleichzeitig werden hartnäckige, resistente Ungräser vor der Aussaat mechanisch bekämpft, auch mehrmals.

Meist konventionell mit Pflug oder konservierend mit Grubber

Die Masse der Betriebe arbeitet heute immer noch konventionell mit dem Pflug oder konservierend mit dem Grubber zur Primärbodenbearbeitung, denn die muss sein: Lockern und Mischen, beim Pflügen noch das Wenden, das sind die Hauptaufgaben.

Erst danach folgen Saatbettbereitung und Aussaat. Je mehr Stroh an der Oberfläche liegt, desto intensiver und tiefer muss es eingemischt werden. Denn es soll nicht die neue Saat beim Keimen stören.

Am besten Stoppelbearbeitung vorm Pflügen

Der Pflug macht sofort einen reinen Tisch und verschafft dem Keimling damit einen deutlichen Vorteil. Aber der Pflug vergräbt das Stroh oft zu tief. Da hilft eine ordentliche Stoppelbearbeitung vorweg, die schon einen flachen Mischhorizont schafft.

Darin kann das Stroh mit der Umsetzung beginnen, bevor es dann der Pflug gleichmäßiger einarbeitet. Dem Bodenleben und damit der zügigen Humusbildung kommt das zugute.

50% der Betriebe pflügen

Pflug und Grubber sind also die beiden Werkzeuge, um die Aufgaben der tieferen Primärbearbeitung zu erledigen. Beide unterscheiden sich wesentlich: Der Pflug wendet den Erdbalken, der Grubber durchmischt Stroh, Pflanzenreste und Erde. Lockern tun sie damit beide.

Mehr zum Thema lesen Sie in der LAND & Forst Ausgabe 31/2016 auf den Seiten 44 bis 46. Möchten Sie die LAND & Forst zum Probelesen bestellen? Dann klicken Sie hier…

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