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Technik

Gülleüberschüsse transportieren und zum Düngen einsetzen

von , am
13.01.2015

Gülleüberschüsse aus Gebieten mit intensiver Tierhaltung können in Ackerbauregionen zum Düngen eingesetzt werden. Wir haben recherchiert, worauf bei einer solchen Lösung zu achten ist.

Bei der Ausbringung von Gülle in Ackerbauregionen sind Techniken einzusetzen, die Geruchs- und andere Umweltbelastungen vermeiden. © Dr. Kowalewsky
In intensiven Veredlungsbetrieben fallen oftmals mehr Nährstoffe an als dort für die Düngung der Flächen benötigt werden. Diese Überschüsse lassen sich in den Ackerbaubetrieben gut zur Düngung einsetzen. Dadurch kann dort der Mineraldüngerbedarf deutlich reduziert werden. Die Nährstoffe zu transportieren verursacht aber erhebliche Kosten.
 
Viele Veredlungsbetriebe stehen vor dem Problem, dass insbesondere durch die erwartete engere Auslegungen der Düngeverordnung zukünftig noch größere Nährstoffüberschüsse vorhanden sein werden als bislang. Bevor sie in andere Regionen abgegeben werden, gilt es aber zunächst einmal alle Möglichkeiten zu nutzen, um den Nährstoffanfall im Veredlungsbetrieb zu begrenzen. Das kann z.B. durch eine gezieltere Fütterung der Tiere oder durch eine Verringerung der Besatzdichte z.B. im Rahmen der "Initiative Tierwohl" geschehen. Insgesamt dürfte die Wirksamkeit dieser Maßnahmen aber nicht ausreichen, um die Überschussproblematik zu lösen.
 
Da in den Veredlungsregionen auch die Nährstoffabgabe an benachbarte Betriebe weitestgehend ausgeschöpft ist, verbleibt als wichtigster Ansatz zur Lösung der Überschussprobleme die Nährstoffabgabe an Betriebe in Ackerbauregionen. Der Nährstoffkreislauf wird so nicht einzelbetrieblich, sondern überbetrieblich geschlossen. Neuerdings wird verstärkt darüber diskutiert, ob die Nährstoffüberschussprobleme durch eine Totalaufbereitung der Gülle bis hin zu deponiefähigen oder verbrennbaren Produkten zu lösen sind. Vor dem Hintergrund, dass einerseits die Herstellung von mineralischem Stickstoff- und Phosphatdüngern mit hohen Energieverbräuchen verbunden ist und andererseits die weltweiten Phosphatvorräte nur noch für eine begrenzte Zeit ausreichen, erscheint dieser Weg nicht nachhaltig. Außerdem würde er zu einer flächenunabhängigen Veredlung führen.
 
Den vollständigen Artikel können Sie in der LAND & Forst, Ausgabe 03/2015, auf den Seiten 42 bis 44 lesen.

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