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Ostfriesland

Lohnbetrieb setzt auf Gülleverteilung per Schlauch

Guelleverschlauchung bei Fa. Enninga
am Freitag, 20.07.2018 - 07:59

Gülleverbringung mit einem Schlauch: Das bietet der Lohnbetrieb Enninga in Riepster Hammrich im Nordwesten Niedersachsens seit zehn Jahren an. Wir waren vor Ort.

Schlagkraft und Bodenschonung sind auch in Riepster Hammrich, einem Ortsteil der Gemeinde Ihlow im Landkreis Aurich die Zauberwörter, wenn es um Gülleausbringung geht. Die Befahrbarkeit der Flächen ist immer wieder das Problem, nicht nur in Ostfriesland.

Guelleverschlauchung auf dem Betrieb Enninga

Vor 30 Jahren hat Familie Enninga den Lohnbetrieb angemeldet. Im Umkreis von 10 km umgibt mooriger Boden (Grünland) das Betriebsgelände in Ostfreisland. Teilweise wurden die Flächen in den Jahren 1954 bis 1990 mit Schlick aus dem Emder Hafen aufgespült.

Zu den Schwerpunkten des Unternehmens mit 15 Mitarbeitern zählen bei den Dienstleistungen Bagger- und Erdarbeiten, die Bodenbearbeitung, Getreide dreschen und pressen, alles rund ums Grünland, die Maisernte und natürlich die Düngung. Dort ist die Gülleausbringung ein wichtiges Standbein und Umsatzträger.

Dienstleistung: Gülleverschlauchung

„Seit zehn Jahren bieten wir in unserer Region die Gülleausbringung per Schlauch an“, so Reemt Enninga. Der Lohnunternehmer kann bis zu drei Teams mit drei Mann zum Gülleverschlauchen einsetzen. Einer betreut die Pumpstation, der andere die Schläuche und der dritte Mann ist für die Ausbringung zuständig. Bei größeren Flächen wären nur zwei Mann nötig. Bei kleineren Flächen muss häufiger umgebaut werden.

„Ein idealer Betrieb“, betont Matthias Stille, „hat seine Flächen rund um den Hof liegen, sodass wir mit 1,5 bis 2 km Schlauch gut klar kommen.“ Für Flächen unter zwei Hektar, so Reemt Enninga, lohne sich das Aufbauen kaum.

Die Technik hat sich im Laufe der Jahre immer weiterentwickelt. Viele Details an den Pumpen wurden in der betriebseigenen Werkstatt entwickelt.

Bodenschonend ausbringen

Guelleverschlauchung bei Fa. Enninga

Im Umkreis von 40 bis 50 km sind die Flächen der Kunden verteilt. So sind die Maschinen und das Personal im Frühjahr im Rheiderland oft tagelang unterwegs, ohne nach Haus zu kommen. Sie fahren von Betrieb zu Betrieb.

„Nährstoffe müssen exakt, bodenschonend, an die Pflanzen kommen, ohne dass Gülle in wasserführende Gräben gelangt. Das gewährleisten wir mit unseren Teams und unserer Technik“, hebt Timo Enninga abschließend hervor.