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Reportage

Lohnbetrieb setzt auf Gülleverteilung per Schlauch

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Cord Leymann, LAND & Forst
am
20.07.2018

Gülleverbringung mit einem Schlauch: Das bietet der Lohnbetrieb Enninga in Riepster Hammrich im Nordwesten Niedersachsens seit zehn Jahren an. Wir waren vor Ort.

Schlagkraft und Bodenschonung sind auch in Riepster Hammrich, einem Ortsteil der Gemeinde Ihlow im Nordwesten Niedersachsens, die Zauberwörter, wenn es um Gülleausbringung geht. Die Befahrbarkeit der Flächen ist immer wieder das Problem, nicht nur in Ostfriesland.

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Vor 30 Jahren hat Familie Enninga den Lohnbetrieb angemeldet. Im Umkreis von 10 km umgibt normaler mooriger Boden (Grünland) das Betriebsgelände. Teilweise wurden die Flächen in den Jahren 1954 bis 1990 mit Schlick aus dem Emder Hafen aufgespült.

Schwerpunkt Gülleausbringung

Zu den Schwerpunkten des Unternehmens mit 15 Mitarbeitern zählen bei den Dienstleistungen Bagger- und Erdarbeiten, die Bodenbearbeitung, Getreide dreschen und pressen, alles rund ums Grünland, die Maisernte und natürlich die Düngung. Dort ist die Gülleausbringung ein wichtiges Standbein und Umsatzträger.

Gülleausbringung seit zehn Jahren

„Seit zehn Jahren bieten wir in unserer Region die Gülleausbringung per Schlauch an“, so Reemt Enninga. Davor haben niederländische Kollegen diese Dienstleistung dort angeboten. „Doch nach einigen Infofahrten zum westlichen Nachbarn waren wir, mein Bruder Manfred und ich, uns sicher: Das können wir auch anbieten“, erklärte Timo Enninga.

Der Lohnunternehmer kann bis zu drei Teams mit drei Mann zum Gülleverschlauchen einsetzen. Einer betreut die Pumpstation, der andere die Schläuche und der dritte Mann ist für die Ausbringung zuständig. Bei größeren Flächen wären nur zwei Mann nötig. Bei kleineren Flächen muss häufiger umgebaut werden.

Gülleaufrühren ist das A und O

„Ein idealer Betrieb“, betont Matthias Stille, „hat seine Flächen rund um den Hof liegen, sodass wir mit 1,5 bis 2 km Schlauch gut klar kommen.“ Für Flächen unter zwei Hektar, so Reemt Enninga, lohne sich das Aufbauen kaum.

Doch fast noch wichtiger ist das Aufrühren der Gülle. Wenn sie gut durchmischt ist, dann passt auch der Zeitplan beim Lohnunternehmer.

Die Technik hat sich im Laufe der Jahre immer weiterentwickelt. Viele Details an den Pumpen wurden in der betriebseigenen Werkstatt entwickelt.

Bodenschonend ausbringen

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Im Umkreis von 40 bis 50 km sind die Flächen der Kunden verteilt. So sind die Maschinen und das Personal im Frühjahr im Rheiderland oft tagelang unterwegs, ohne nach Haus zu kommen. Sie fahren von Betrieb zu Betrieb.

Abgerechnet wird bei Enninga im Stundenlohn. Ist die Gülle gut vorbereitet und gibt es viele hofnahe Flächen, dann ist die Arbeit zügig erledigt. „Mindestens 150 m3 Gülle bringen wir dann in der Stunde aus“ sagt Matthias Stille.

„Nährstoffe müssen exakt, bodenschonend, an die Pflanzen kommen, ohne dass Gülle in wasserführende Gräben gelangt. Das gewährleisten wir mit unseren Teams und unserer Technik“, hebt Timo Enninga abschließend hervor.

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