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Technik

Nur trockenes Stroh wird gepresst

von , am
17.06.2015

Schlagkraft ist gefragt, wenn Lohnunternehmer Hilmar Thomßen mit einer Großpackenpresse zur Strohbergung im Polder anrückt. LAND & Forst berichtet über den Betrieb.

Hilmar Thomßen (rechts) und Ingo van Lessen vor dem eingelagerten Stroh aus dem Vorjahr. © Ahlers

In der höchstens sechs Wochen dauernden  Saison presst er 1.500 ha, überwiegend Winterweizen. Gestartet ist das Unternehmen (35 feste Mitarbeiter, etwa 25 Aushilfen) mit Standorten in Ostrhauderfehn und Bunderhee (Kreis Leer) einst mit Hochdruckballen und kleinen Rundballen. Mitte der 90er Jahre kam die erste Großpackenpresse mit dem großen Format auf den Hof, inzwischen sind es sechs Großpackenpressen, die zu 90 % Stroh pressen. Hinzu kommen sechs Rundballenpressen, die zu rund 30 % mit der Strohbergung beschäftigt sind.

Stroh hauptsächliche an holländisch Händler

Einige Kunden ordern gehäckseltes, kurz geschnittenes und staubfreies Stroh als Futter oder als Boxeneinstreu für Kühe und Pferde. Insofern sind zwei Pressen mit einem Schneidwerk mit bis zu 33 Messern ausgerüstet. Kunden sind hauptsächlich größere Betriebe, die in der Ackerregion am Dollart fast nur Getreide auf ihren ertragreichen Böden anbauen. Das meiste Stroh wird an holländische Händler verkauft, rund 500 t lagert Thomßen für den späteren Abverkauf in eine gepachtete Scheune ein.

Die Preisbildung erfolgt in der Regel erst bei Erntebeginn und hängt von Angebot und Nachfrage ab. Gutes Stroh erkennt man daran, dass es trocken, staubfrei, geruchlos und goldgelb ist und glatte Halme besitzt, die sich gut aufschütteln lassen.
 

Mehr zum Thema lesen Sie in der LAND & Forst Ausgabe 25/2015 auf Seite 47. Möchten Sie die LAND & Forst für einen Monat gratis zum Probelesen bestellen? Dann klicken Sie hier…

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