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Vogelgrippe

12 Wochen Stallpflicht: Eier und Verpackungen gesondert kennzeichnen

Mastputen im Stall
© Christian Mühlhausen
von , am
10.02.2017

Nach zwölf Wochen Stallpflicht müssen die Eier aus Freilandbetrieben als Bodenhaltungseier vermarktet werden. Sie sind gesondert zu kennzeichnen.

Wegen der Vogelgrippe gilt derzeit in Niedersachsen größtenteils immer noch die Stallpflicht: Mehr als 3,5 Millionen Legehennen aus konventioneller Freilandhaltung sind bereits länger als zwölf Wochen im Stall. Dies teilte das Landwirtschaftsministerium mit.

Wegen der 12-Wochen-Frist dürfen nach dieser Zeit die Eier der eingestallten Tiere laut einer EU-Norm nicht mehr als Freilandware deklariert werden. Sie gelten als Bodenhaltungseier. In Niedersachsen sind davon nach Angaben des Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves) derzeit 233 Betriebe betroffen.

Wegen Stallpflicht neue Kennzeichnung der Eier

Für die Kennzeichnung dieser Eier haben der Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG) und der im ZDG organisierte Bundesverband Deutsches Ei (BDE) gemeinsam mit dem Verein für kontrollierte alternative Tierhaltungsformen (KAT) eine praktikable Lösung gefunden. Diese ermöglicht den Betrieben die Weiternutzung ihrer bisherigen (Freiland-)Verpackungen.

Zugleich wird der Verbraucher unmissverständlich über die Herkunft der Eier informiert. Folgende Vorgehensweise gilt demzufolge für Eier aus den betroffenen Freilandbetrieben:

  • Bei Überschreitung der 12-Wochen-Frist werden die in Freilandbetrieben erzeugten Eier als Bodenhaltungs-Eier mit der Haltungsform "2" gekennzeichnet.
  • Bei Abgabe dieser Eier an den Lebensmitteleinzelhandel bzw. die Verbraucher kann die bisherige Freilandverpackung weiterverwendet werden. Sie muss aber mit einem eindeutig auf die Bodenhaltung hinweisenden Zusatzetikett mit der Aufschrift "Vorübergehend zum Schutz unserer Legehennen Eier aus Bodenhaltung (mit Wintergartenauslauf)" gekennzeichnet werden.

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat die Rechtskonformität des Vorschlags aus der Eierwirtschaft bestätigt und die Bundesländer darüber in Kenntnis gesetzt.

Bei weiterer Stallpflicht droht massiver Preisverfall

Der Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft hofft auf die Solidarität des Einzelhandels und der Verbraucher. Durch den Aufkleber sollen die Kunden dazu gebracht werden, den gleichen Preis zu zahlen wie für Freilandeier. Der Preisunterschied zwischen Freilandware und Bodenhaltung liegt im Schnitt bei 4 Cent pro Ei.

Doch das sei nicht das einzige Problem, sagte Friedrich-Otto Ripke, Vorsitzender des Landesverbandes Geflügelwirtschaft. Weil nun ein Überangebot bei den Bodenhaltungseiern bestehe, drohe ein massiver Preisverfall: "Die jetzige Situation kann für viele Freilandbetriebe existenzbedrohend sein."

Die Freilandeier machen ein Drittel der gesamten Eierproduktion in Niedersachsen aus.Ripke appellierte an den Einzelhandel, das bisherige Preisniveau zu halten. Ansonsten würde der wirtschaftliche Druck ausgerechnet jene Betriebe treffen, die sich für das Tierwohl engagierten.

In Baden-Württemberg hatte sich das Landwirtschaftsministerium kürzlich entschieden, die Stallpflicht für einen Tag auszusetzen und erst danach wieder zu verlängern. Auf diese Weise können die Eier für weitere zwölf Wochen als Freilandeier deklariert werden. "Der Verbraucher könnte sich aber getäuscht fühlen", sagte Ripke.

Wo wurde Stallpflicht in Niedersachsen aufgehoben?

Aufgehoben wurde die Stallpflicht in den Landkreisen

  • Cuxhaven,
  • Holzminden,
  • Goslar sowie
  • Salzgitter Stadt.

Eine teilweise Aufstallung, die nicht die ganze Region betrifft, gilt im Landkreis Lüchow-Dannenberg und in Hildesheim.

Mit Material von dpa, zdg-online.de

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