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Jubiläum

50 Jahre Tierseuchenkasse: Netzwerk wird „Gesundheitskasse“

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Ralf Stephan, LAND & Forst
am
01.09.2016

50 Jahre Tierseuchenkasse: Ursprünglich zur Entschädigung von Nutztierhaltern im Ernstfall, setzt sich die Institution heute auch immer mehr für die Vorsorge ein.

Gutes Wetter ist wichtig bei Jubiläumsfeiern. Doch viel wichtiger ist Heinz Korte die erfreuliche Tatsache, dass die Niedersächsische Tierseuchenkasse (TSK) ihr 50-jähriges Bestehen im Zustand der Seuchenfreiheit feiern kann. Der Vorsitzende des Vorstands erinnert an die völlig andere Situation, die in den 1960er-Jahren vor der Gründung bestand.

Damals kämpften Tierhalter und Land gleichzeitig sowohl gegen Ausbrüche von Tuberkulose als auch Maul- und Klauenseuche. Nicht nur die zehn seit 1912 bestehenden Tierseuchenfonds kamen angesichts der Ausgaben für Seuchenbekämpfung und Entschädigung an die Grenzen des Leistbaren. Auch die Landesfinanzen waren überfordert.

Tierseuchenkasse bietet bestes Netzwerk

Tierseuchenkasse

Ein neues Modell musste her. Mit Pflichtbeiträgen der Tierhalter und Landesmitteln wurde eine landesweite Tierseuchenkasse (TSK) gebildet. Angesiedelt war sie zunächst beim Landesverwaltungsamt. Um die Mitwirkung der Tierhalter besser gewährleisten zu können, bekam sie 1982 eine eigenständige Verwaltung. Obwohl sich die Zahl der Schweine im Vergleich zu 1966 mehr als verdoppelte, der Geflügelbestand sich sogar vervierfachte, arbeitet dieses System nach wie vor zuverlässig und unter dem Strich kostengünstig.

„Es wäre wünschenswert, wenn wir in anderen Bereichen der Landwirtschaft ebenfalls so gut funktionierende Netzwerke hätten“, konstatierte Heinz Korte vor rund 220 geladenen Gästen, darunter Landwirte, Veterinäre aus den Landkreisen, Vertreter aus Wissenschaft und Politik, während der Jubiläumsfeier auf dem Rittergut Großgoltern bei Barsinghausen.

Landwirtschaftsminister Christian Meyer nennt die TSK an ihrem Jubiläumstag einen „unentbehrlichen Dienstleister für die Tierhalter“. Sie diene zugleich dem Gemeinwohl, da sie nicht nur Risiken von einer ganzen Branche abwendet, sondern auch zur Ernährungssicherheit beiträgt.

Mehr zum Thema lesen Sie in der LAND & Forst Ausgabe 35/2016 auf Seite 7. Möchten Sie die LAND & Forst zum Probelesen bestellen? Dann klicken Sie hier…

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