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Seuchengefahr

ASP in Bulgarien: Menschen demonstrieren gegen präventive Tötungen

Wildschwein
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Birgit Greuner, LAND & Forst
am
08.08.2019

In Osteuropa geht der Kampf gegen ASP weiter. In Bulgarien protestieren Menschen gegen präventive Tötungen von Schweinen.

Auch für Niedersachsens Schweinehalter sind die Entwicklungen in Osteuropa zur Afrikanischen Schweinepest (ASP) weiterhin besorgniserregend. In Bulgarien sind zunehmend Großbetriebe betroffen.

Erst vor zwei Wochen hatten Großfarmen im Raum der Donaustadt Russe im Norden des Landes begonnen, Zehntausende Schweine zu töten. Jetzt wurden im Nordorsten nicht registrierte Schweine getötet.

Die ersten Tiere, die auf Beschluss der Behörden gekeult wurden, stammen aus einer illegalen Farm bei Dobritsch. Ein Teil der Schweine lief auf einem Maisfeld frei herum, wie das bulgarische Staatsfernsehen am Mittwoch berichtete.

Straßenblockade gegen ASP-Maßnahmen

Das südosteuropäische Land kämpft gegen die weitere Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest. Doch viele Bauern aus den Schutzzonen um die 30 Herde der Schweinepest weigern sich, ihre nicht angemeldeten Schweine im Hinterhof, wie angeordnet, selbst zu töten.

Aus Protest gegen die präventive Tötung blockieren aufgebrachte Menschen seit Tagen eine wichtige regionale Landstraße zwischen Sliwen und Jambol im Osten Bulgariens.

Schweinezucht in Bulgarien hart getroffen

Die Schweinezucht in dem ärmsten EU-Land ist hart getroffen. Die EU sicherte Bulgarien bereits 2,9 Millionen Euro zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest zu, wie Agrarministerin Dessislawa Tanewa im Staatsradio in Sofia erläuterte.

Bulgarien erwarte zudem weitere 11 Millionen Euro aus Brüssel, um Großfarmen zu entschädigen, die ihre Schweine gekeult haben. Experten der EU-Kommission sollen im September und Oktober die Lage in dem Land prüfen.

Mehr zur Afrikanischen Schweinepest in Osteuropa lesen Sie hier...

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