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Tierseuche

BHV1: Erneut Rinderkrankheit im Kreis Osnabrück nachgewiesen

Milchviehhaltung-Rinder-Milchkuehe
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Birgit Greuner, LAND & Forst
am
23.03.2018

Neuer BHV1-Fall im Kreis Osnabrück: Am 20. März war die Rinderkrankheit in Bramsche-Epe ausgebrochen, am 22. März nun auch in Ostercappeln-Schwagstorf.

Die Rinderseuche BHV1 ist im Landkreis Osnabrück bereits zum zweiten Mal nachgewiesen worden:

  • Zunächst war am Dienstag, 20. März,  auf einem Hof in Bramsche-Epe die Infektion der Rinder mit dem Bovinen Herpesvirus Typ 1 (BHV1) festgestellt worden. (Rinderseuche BHV im Landkreis Osnabrück...)
  • Gestern (22. März) wurde in der Gemeinde Ostercappeln (Ortsteil Schwagstorf) im Landkreis Osnabrück ebenfalls ein Ausbruch der Bovinen Herpesvirus Typ 1-Infektion (BHV1- Infektion) amtlich festgestellt worden. 

Es wurde ein Sperrbezirk eingerichtet, der einen Radius von einem Kilometer aufweist. Die Allgemeinverfügung des Landkreises und eine Karte des Sperrbezirks können Sie hier herunterladen...

Es ist nicht auszuschließen, dass die Infektion auch schon auf andere Betriebe übergesprungen ist. Daher ruft der Landkreis Osnabrück zu erhöhter Aufmerksamkeit und der strikten Einhaltung von Hygienemaßnahmen und Biosicherheitsmaßnahmen auf.

Dieser Aufruf gilt neben dem Betriebspersonal insbesondere für Bestandsbesucher und für den Viehhandel.

BHV1 für Menschen ungefährlich

BHV1 ist die Abkürzung für Bovine (rinderspezifische) Herpes Virus 1 - Infektion. Nachfolgend ein paar Details zu der Rinderseuche:

  • Diese weitverbreitete Tierseuche ist nicht neu und bereits seit dem Jahr 1997 eine anzeigepflichtige Erkrankung nach Tierseuchenrecht.
  • Es gibt unterschiedliche Verlaufsformen: Entzündungen im Bereich der Atemwege oder der Geschlechtsorgane können zu erheblichen Leistungsminderungen, Aborten und Fruchtbarkeitsstörungen führen.
  • Trotz intensiver epidemiologischer Nachforschungen bleibt die Eintragsquelle von BHV 1 häufig unbekannt.
  • Der Virus ist für Menschen ungefährlich.

Niedersachsen ist BHV1-freie Region

Niedersachsen ist seit dem 17.12.2015 BHV1-freie Region. Dieser Status ist auch nicht gefährdet, selbst wenn es – wie es in anderen Bundesländern auch der Fall ist – noch zu vereinzelten Ausbrüchen kommt. Da Niedersachsen auf den Handel angewiesen ist, ist es erforderlich, den Freiheitsstatus zu behalten.

Landwirte sollten die Biosicherheit ihrer Betriebe ständig überprüfen:

  • Eigene Tiere dürfen möglichst nicht in Kontakt mit denen aus anderen Beständen kommen.
  • Zugekaufte Rinder müssten erst separat gehalten werden.
  • Werden Geräte, wie zum Beispiel Viehtreibwagen, gemeinschaftlich mit anderen Landwirten genutzt, müssen diese nach jeder Nutzung gründlich gereinigt und desinfiziert werden.
  • Das Aufstellen von Desinfektionswannen vor den Zugängen zum Stall, Zutrittsverbot für betriebsfremde Menschen, betriebseigene Schutzkleidung und Stiefel beziehungsweise Einmalkleidung für betriebsfremde Besucher (Tierarzt, Viehhändler, Besamungstechniker, Klauenpfleger) sollten selbstverständlich sein.

Weitere Fragen beantwortet das Niedersächsische Landwirtschaftsministerium unter www.ml.niedersachsen.de...

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