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Kommentar

Bio ist kein Selbstläufer

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Renate Bergmann, LAND & Forst
am
09.06.2016

Viele konventionelle Landwirte sind auf der Suche nach Alternativen. Sollen die jetzt auf „Bio“ umsteigen und alles ist gut? Wenn es nur so einfach wäre. Ein Kommentar von LAND & Forst-Redakteurin Renate Bergmann

Sicher, einige Bioerzeugerpreise können schon für glänzende Augen sorgen. Laut Lebensmittelhandel boomt die Nachfrage. Soweit die gute Nachricht. Aber Bioproduktion ist keine Gelddruckmaschine, von drastischen Preiseinbrüchen sind auch Biobauern nicht verschont geblieben.

Die aktuellen hohen Preise dürfen daher nicht das ausschlaggebende Argument für die Umstellung sein. Wer sich mit dem Gedanken trägt, sollte sich umfassend informieren.

Umstellung auf Bio mit der ganzen Familie

Ist die Entscheidung gefallen, gilt nicht nur: kann ich die Biovorgaben erfüllen, sondern vor allem: Steht die ganze Familie dahinter? Denn ziehen hier nicht alle an einem Strang, geht es schief. Auch die Vermarktung muss vorher geklärt sein.

Soll es Biomilch sein?

Was nützt die beste Biomilch, wenn keine Molkerei sie abnimmt? Dazu kommen die Auflagen, wie ein geringerer GV-Besatz. Das bedeutet entweder den Bestand abzustocken oder mehr Fläche zu pachten. Die sind aber teuer und müssen schon bezahlt sein, bevor der erste Liter Biomilch oder das erste Schlachtschwein zum höheren Preis abgeliefert werden kann.

Das gleiche gilt für notwendige Umbauten, wie Ausläufe. In vielen Betrieben hat aber die Preismisere die finanziellen Reserven schon längst aufgezehrt.

Ökologische Landwirtschaft nicht für jeden

Nicht für jeden liegt die Zukunft in der ökologischen Landwirtschaft, zu verschieden sind betriebliche Voraussetzungen und persönliche Vorstellungen. Für den einen oder anderen aber könnte es die gesuchte Chance sein.

Mehr dazu lesen Sie in die LAND & Forst Ausgabe 23/2016 im "Thema der Woche" ab Seite 12. Möchten Sie die LAND & Forst zum Probelesen bestellen? Dann klicken Sie hier…

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