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Fleischrinder

Blonde d’Aquitaine: Zuchtbullen mit gutem Gemüt

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Renate Bergmann, LAND & Forst
am
03.02.2016

Ein Stockmaß von 165 cm, 1.300 kg Körpergewicht, massenhaft Muskeln, aber sanft wie ein Kätzchen: Das ist Unix, einer von zwei Blonde d’Aquitaine-Zuchtbullen der Familie Golze aus Dassel, Landkreis Northeim. Die LAND & Forst berichtet von dem Betrieb in Ausgabe 5.

Unix wurde mit 8/8/8 gekört. "Das sind sehr gute Werte, aber die Charaktereigenschaften sind für uns ebenfalls ein ganz wichtiges Qualitätskriterium", erklärt Beate Körber-Golze, "Elterntiere mit schwierigem Gemüt kommen für uns nicht in Frage, da sich dies auf die Nachzucht überträgt." Neben diesem Aspekt setzt sie als einer der Pioniere seit 2002 auf hornlose Genetik.

Weibliche 'Blonde' seit 1994 auf dem Hof

Beate Körber-Golze bewirtschaftet zusammen mit ihrem Mann Klaus-Dieter Golze einen Mutterkuhbetrieb mit 20 Kühen plus Nachzucht. 43 ha Acker- und 30 ha Grünland gehören zum Betrieb. Während ihr Mann nebenberuflich für den Ackerbau verantwortlich ist, ist die Fleischrinderzucht ihr Steckenpferd. "Angefangen haben wir 1992 mit den Rassen Charolais und Salers, aber schon 1994 kamen die ersten weiblichen 'Blonden' auf unseren Hof." Seitdem hängt ihr Herz an dieser Rasse.

 

Rasse Blonde d'Aquitaine ruhig und anpassungsfähig

Die Rasse Blonde d’Aquitaine, die ihren Ursprung im Südwesten Frankreichs hat, ist auch hier in Deutschland problemlos zu halten. Die Tiere gelten als ruhig und anpassungsfähig hinsichtlich Klima und Futtergrundlage.

Auf dem Betrieb Golze werden die Tiere von April bis November/Dezember auf der Weide gehalten. Im Winter steht ihnen ein eingestreuter Offenstall zur Verfügung. Für diese naturnahe Haltungsform sind gesunde, robuste Tiere mit korrektem Fundament und festen Klauen wichtig. Die Kühe werden im Stall nur mit Heu oder Grassilage gefüttert, die Kälber bekommen für eine optimale Entwicklung zusätzlich noch etwas Kraftfutter.

Fleisch von Gourmets geschätzt

Die großrahmigen Tiere wirken dank ihrer feingliedrigen Knochen elegant und erfreuen sich aufgrund ausgeprägter Bemuskelung und hoher Schlachtausbeute steigender Beliebtheit unter den Fleischrinderzüchtern. Das Fleisch ist feinfaserig, besitzt trotz eines hohen intramuskulären Fettgehaltes eine geringe Fettauflage und wird von Gourmets geschätzt.

Mehr zum Thema lesen Sie in der LAND & Forst Ausgabe 5/2016 ab Seite 44. Möchten Sie die LAND & Forst zum Probelesen bestellen? Dann klicken Sie hier…

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