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Rinderhaltung

Bullenmast: Gute Tiere gefragt und teuer

Klaus Neve, Rindermastberatung Schleswig-Holstein
am
29.09.2017

So facettenreich wie die betrieblichen Gegebenheiten sind auch die Formen der Rindermast. Wichtige Eckdaten lesen Sie in der LAND & Forst 39/17.

Betriebliche Gegebenheiten und mögliche Formen der Rindermast sind facettenreich. Das fängt bereits bei der Auswahl der Bestandsergänzung an:

  • In der Regel werden drei bis acht Wochen alte Kälber der verschiedensten Rassen und Gewichte gekauft, die noch Milchaustauschertränke benötigen.
  • Die Kälber kommen aus vielen verschiedenen Betrieben und werden oftmals über weite Strecken und über eine längere Zeit transportiert.
  • Der Transport- und Umstellungsstress senkt die Immunität und ist der Auslöser für verschiedene Krankheiten. Probleme bereiten insbesondere Atemwegsinfektionen.

Da die Mehrzahl der Betriebe dieses Problem kaum in den Griff bekommt, werden zunehmend Futterbullen bzw. Futterfärsen und Absetzer aus der Mutterkuhhaltung gekauft.

Weil aber Fresser, Futterbullen und Absetzer durch mehrere Hände gehen, kauft man sich unter Umständen „teure“ Dienstleistung ein.

Was Bullenmäster beachten sollten

Für eine erfolgreiche Bullenmast sind folgende Eckdaten zu beachten:

  • Tiergesundheit, Tierarztkosten und Tierverluste sollten möglichst unter 3 % liegen.
  • Zunahmen sollten ab Kalb über 1.100 g, ab Fresser über 1.300 g liegen.
  • Energiekonzentration im Grundfutter mindestens 11,3 MJ ME.
  • Kraftfuttermenge abhängig von Grundfutterenergie/Proteingehalt.
  • Grundfutterkosten (Erträge, Energiegehalte Arbeitserledigungskosten) im Auge haben.
  • Hohe Endgewichte bringen bessere Klassifizierung (Milchrassen über 675 kg, mastbetonte Rassen über 725 kg).
  • Der Verkaufszeitpunkt hat Einfluss auf die Erlöse.

Mehr zum Thema lesen Sie in der LAND & Forst 39/17 ab Seite 28. Möchten Sie die LAND & Forst zum Probelesen bestellen? Dann klicken Sie hier…

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