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Züchternachwuchs

Mit Charolais vom Verdener Hubertushof zum Zuchterfolg

Charolais-Hubertushof
Jan-Gerd Ahlers, LAND & Forst
am
05.02.2019

Auf ihrem Hubertushof in Ottersberg züchtet Familie Einemann Charolais. Drei Generationen sind aktiv. Ihre vielen Schauerfolge sprechen für sich. Nächste Woche geht es mit zwei Tieren zu den Fleischrindertagen nach Verden.

Seit 1976 werden bei Einemanns Charolais gezüchtet. Heute kümmert sich die junge Generation mit Melissa und Jan mehr und mehr um die Zucht und das Schauwesen. Beide sind außerordentlich erfolgreich in Vorführwettbewerben der Jungzüchter und Landes- und Bundessieger. Inzwischen sind beide vom Zuchtverband als Nachwuchskräfte für die Körkommission vorgesehen.

Regelmäßig auf Schauen unterwegs

Seit Jahrzehnten beschickt die Familie Bezirks-, Landes- und Bundesschauen und besucht Kongresse und Schauen in Irland, Kanada und Sardinien.Besonders erfolgreich war die B-Linie mit der Kuh Baleika mit 13 lebenden Kälbern.

Auf dem 120 ha großen Futterbaubetrieb stehen 324 Tiere. Sie teilen sich auf in 20 Mütterkühe mit Kälber, elf Jungrinder, fünf Jungbullen, ein Deckbulle, 151 Mastbullen und 122 Mastrinder. Seit knapp 20 Jahren werden hornlose Bullen eingesetzt. Wichtige Auswahlkriterien sind hier Leichtkalbigkeit und Vitalität der Kälber. 

Limousin, Fleckvieh und Weißblaue Belgier

Bei den Mastrindern handelt es sich bei Einemann ausschließlich um Gebrauchskreuzungen, gerne mit Fleckvieh, Limousin und Weißblaue Belgier. Die Masttiere bleiben acht Monate auf Stroh, dann geht die Mast auf Spaltenboden weiter. Kreuzungsprodukte haben gegenüber Milchrassen Vorteile in der Schlachtkörperqualität, Ausschlachtung, Handelsklasseneinstufung und dem Fleisch-Fett und Fleisch-Knochen-Verhältnis.

Die Schlachtzeit der Rinder für die Selbstvermarktung beginnt im September und endet im April. Der Schlachtbetrieb befindet sich direkt im Ort. Durch kurze Transportwege und Einzeltierschlachtung gibt es kaum Stress für die Tiere. Nach einer mehrwöchigen Reifezeit werden die Rinder zerlegt und teilweise portionsgerecht für den Verkauf ab Hof verpackt. Die feine Marmorierung mit zwischen den Muskelfasern eingelagerten Fettäderchen, bestimmt den aromatischen Geschmack.

Näheres über den Betrieb lesen Sie in unserer neuen LAND & Forst-Ausgabe 6/19.

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