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Fokus Schwein

Denkanstöße und Tipps aus der Praxis

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Christa Diekmann-Lenartz, LAND & Forst
am
28.09.2016

Weit über 400 Zuhörer kamen vergangene Woche nach Löningen, Landkreis Cloppenburg, um sich bei der 10. Auflage von „Fokus Schwein“ praxisnahe Tipps für ihre Arbeit, aber auch Denkanstöße für neue Wege zu holen.

Fokus Schwein findet jeweils auf Einladung der Bröring Unternehmensgruppe aus Dinklage, Boehringer Ingelheim sowie der Justus-von-Liebig-Schule Vechta statt. Im Mittelpunkt standen dieses Mal Berichte von Praktikern, zuerst von zwei Schweinehaltern. Beide führen sehr erfolgreich ihre Betriebe, aber mit deutlichen Unterschieden in ihren Konzepten. Den Auftakt machte Ralf Remmert aus Neudorf, Brandenburg.

Der gebürtige Niedersachse hat dort vor zehn Jahren eine Anlage gekauft und hält heute 1.400 Sauen und 4.500 Mastschweine. Er entschied sich bewusst für eine konventionelle Haltung, will aber einen Gesamtkreislauf von Futteranbau, Tierhaltung, Schlachtung, Veredlung und Vermarktung.

Regionalität als Trumpf

Dieser Kreislauf ist in wesentlichen Teilen umgesetzt, als künftiger Schritt steht ggf. noch der Bau einer Schlachtung an. Zur Anlage gehört eine Fleischerei, die Remmert weiter nutzt und 18 Läden im Großraum Berlin/Brandenburg beliefert, darunter auch eigene Fachgeschäfte. Remmerts „Nische“ ist die starke Nachfrage nach regional erzeugten Lebensmitteln im Großraum Berlin: „Regionalität ist dort das große Thema, nicht Bio“, so Remmert. Er erlöst mehr als bei konventioneller Vermarktung.

Vielseitige Themen

Fokus Schwein, Cloppenburg

Mit Dr. Wolfgang Hansen aus Starnberg, Bayern, hatte man für Fokus Schwein einen der bekanntesten Fachanwälte für Tierarzneimittelrecht geladen. Dr. Hansen stellte alltägliche „Fallstricke“ im Umgang mit Tierarzneimitteln vor, die den Tierhalter ggf. teuer zu stehen kommen können.

Ansteckenden Optimismus gab es von Berufschullehrer Detlef Breuer, Vechta. Für ihn zeigt die jüngste Maskenänderung bei Tönnies, dass Schlachtschweine sehr gefragt seien. Sehe man dann noch den Wettbewerb beim Mischfutter, könne man für die nächste Zeit von guten Margen ausgehen. Breuer forderte dabei zu „aktivem“ Verkaufen auf.

Mehr zum Thema lesen Sie in der LAND & Forst Ausgabe 39/2016, Seite 43. Möchten Sie die LAND & Forst zum Probelesen bestellen? Dann klicken Sie hier…

 

 

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