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Schweinefütterung

Düngeverordnung: Weniger Nährstoffanfall in der Schweinefütterung

Mastschweine schauen durchs Gatter.
Andrea Meyer,LWK Niedersachsen
am
22.02.2017

Nach der neuen Düngeverordnung müssen Schweinehalter die Nähstoffausscheidungen der Tiere reduzieren. Mehr dazu in der LAND & Forst 8/17.

Aufgrund der Vorgaben der neuen Düngeverordnung nimmt der Druck für Schweinemäster, vor allem in den viehintensiven Gebieten, weiter zu: Sie müssen den Nährstoffanfall ihrer Tiere im Stall noch weiter senken. Hatten Betriebe in den Veredlungsregionen bisher überwiegend mit Phosphorüberschüssen zu tun, könnten sie demnächst auch zunehmend Engpässe bezüglich Stickstoff bekommen.

Nährstoffvergleich über Stoffstrombilanz

In Niedersachsen haben die meisten Betriebe bisher Standardausscheidungswerte in ihrem Nährstoffvergleich verwendet. Das wird künftig vielfach nicht mehr möglich sein. Nach derzeitigem Stand sollen schon ab 2018 :

  • Betriebe mit mehr als 2,5 GV/ha und gleichzeitig mehr als 30 ha oder
  • Betriebe mit mehr als 2,5 GV/ha und gleichzeitig mehr als 50 GV sowie
  • generell alle Tierhaltungsbetriebe mit Wirtschaftsdüngeraufnahme

jährlich eine sogenannte Stoffstrombilanz („Hoftorbilanz“) erstellen.

Ab 2023 Standardnährstoffausscheidungen nicht mehr genutzt

Ab 2023 soll dies dann

  • für alle Betriebe mit mehr als 20 ha oder 50 GV
  • sowie für alle Betriebe mit Wirtschaftsdüngeraufnahme

verpflichtend sein. In der sogenannten Stoffstrombilanz können dann die Standard-Nährstoffausscheidungen nicht mehr genutzt werden. Jeder Betrieb muss dann genau für seinen Betrieb individuell dokumentieren, wie viel Stickstoff und Phosphor auf seinen Hof gelangen und diesen wieder verlassen.

Individuell rechnen auch ohne Stoffstrombilanz

Auch in der Zeit, in der die Stoffstrombilanz noch nicht verpflichtend ist, können Nährstoffausscheidungen, die unter den Standardwerten liegen, angerechnet werden. Der Mastbetrieb muss dies aber plausibel nachweisen.

Wenn dann zum Beispiel sein Endmastfutter noch weniger Protein und Phosphor enthält als das Endmastfutter der stark N-/P-reduzierten Variante laut Düngeverordnung, kann er auch mit geringeren Ausscheidungen rechnen. Das heißt, er braucht weniger Fläche für seine Gülle.

Mehr zum Thema lesen Sie in der LAND & Forst 8/17 auf den Seiten 58 bis 59. Möchten Sie die LAND & Forst zum Probelesen bestellen? Dann klicken Sie hier…

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