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Tierschutzverstöße

Erneut Vorwürfe gegen Schlachthof in Niedersachsen

Schweinehälften im Schlachthaus
am Mittwoch, 21.11.2018 - 09:43

Das Deutsche Tierschutzbüro hat erneut vermeintliche Verstöße gegen das Tierschutzrecht angeklagt. Es geht um einen Schlachthof im niedersächsischen Laatzen.

Einem Schlachthof in Laatzen in der Region Hannover werden Tierschutzverstöße vorgeworfen. Das Deutsche Tierschutzbüro informierte gestern (20. November) per E-Mail das Landwirtschaftsministerium Niedersachsen über vermeintliche Verstöße gegen das Tierschutzrecht.

Elektrische Treibhilfen unzulässig eingesetzt

Mit versteckten Kameras sollen dort Schweine gefilmt worden sein, bei denen elektrische Treibhilfen in unzulässiger Weise eingesetzt worden sind. Ein dreiminütiger Zusammenschnitt des Videomaterials wurde dem Ministerium ebenfalls übermitteln. Das Tierschutzbüro soll Strafanzeige bei der zuständigen Staatsanwaltschaft in Hannover gestellt haben.

Aufgrund der Schilderung der angeblichen Verstöße wurde die Strafanzeige des Tierschutzbüros vom Ministerium zusätzlich an die Staatsanwaltschaft Oldenburg - Zentralstelle für Landwirtschaftsstrafsachen weiter geleitet.

Betriebseigenes Bildmaterial wird gesichtet

Maßnahmen zur Verhinderung von möglichen Verstößen stimmt die Region Hannover als zuständige Behörde mit dem Fachministerium ab. Vorhandenes betriebseigenes Bildmaterial wird in Abstimmung mit der zuständigen Staatsanwaltschaft von Fachleuten des Niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit gesichtet.

Weitere Vorwürfe gegen Schlachtbetriebe

In den vergangenen vier Wochen gab es bereits zwei Fälle von Vorwürfen gegen Schlachtbetriebe in Bad Iburg und Oldenburg. Bei beiden Fällen ging es um Tierschutzverstöße beim Zutrieb und bei der Betäubung bei Rindern.

Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast kündigte daraufhin im Landtag an, dass sie eine Bundesratsinitiative für die Kameraüberwachung in Schlachtbetrieben anstoßen wird. Außerdem setzt sie sich auch für amtliche Kontrollen "vom Hänger bis zum Haken" ein. Dazu findet heute (21. November) im Ministerium ein Gespräch mit Vertretern der Fleischwirtschaft statt.

Mit Material von Niedersächsisches Landwirtschaftsministerium

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