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Rind

Familie Wemken gewinnt Goldene Olga

von , am
04.12.2013

Alljährlich werden die Besten der 10.300 Milcherzeuger aus Niedersachsen ausgezeichnet. Wer in diesem Jahr gesiegt hat, haben wir hier für Sie zusammengefasst.

Freude über den Gewinn der Goldenen Olga (von links): Herbert Heyen, Jörn-Johann Dwehus, Theis, Elke und Holger Wemken, Christian Meyer und Jan Heusmann. © LVN
Elke und Holger Wemken aus Nuttel, Landkreis Ammerland, gewannen den diesjährigen Wettbewerb, verbunden mit einem Geldpreis in Höhe von 3.500 €. Landwirtschaftsminister Meyer übergab die Preise. Für den zweiten Platz konnte er die Silberne Olga und 2.000 € an Monika und Heinrich Behnen aus Groß Berßen im Landskreis Emsland überreichen. Die Bronzene Olga geht nach Scharnhorst, Kreis Celle. Dort können sich Silke und Dirk Drögemüller von der Bentloh KG über die Auszeichnung und ein Preisgeld von 1.500 € freuen.

Neben den drei Erstplatzierten erhielten Marlies und Lutz Korte aus Volkmarst im Landkreis Rotenburg, Stefanie und Focko Smit aus Krummhörn sowie Wilma und Arend-Jan te Brake aus Südbrookmerland im Landkreis Aurich ein Preisgeld in Höhe von jeweils 500 €.

Im Rahmen einer von Heike Götz moderierten Festveranstaltung mit130 Gästen hat die niedersächsische Milchwirtschaft vorige Woche in Bad Zwischenahn (Ammerland) die besten Erzeuger geehrt.  Im Mittelpunkt der Festansprachen stand die Nachhaltigkeit in der Milcherzeugung.

Nachhaltig wirtschaften

Landwirtschaftsminister Christian Meyer hob die Ausrichtung des Milchlandpreises hervor: "Mit der Vergabe des auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Milcherzeugerpreises greift die Landesvereinigung einen aktuellen Trend auf, über den auf vielen Ebenen in der gesamten Wirtschaft diskutiert wird. Beim Thema Nachhaltigkeit in der Milchwirtschaft geht es um eine ganzheitliche Betrachtung der Milcherzeugung, um einen verantwortungsvollen Umgang mit den Tieren und mit den Ressourcen."

Der Minister zeigte sich sicher, dass vor diesem Hintergrund die richtigen Betriebsleiter geehrt würden: "Nachhaltige und wirtschaftlich erfolgreiche Milcherzeugung schließen sich keinesfalls aus, sondern ergänzen sich in idealer Weise. Dafür sind die Preisträger leuchtende Beispiele", stellt Meyer fest.

Landvolk-Hauptgeschäftsführer Jörn Johann Dwehus betonte den hohen Anspruch der Öffentlichkeit an die Betriebsleiter: "Der Milchlandpreis macht deutlich, welch hohen und umfassenden Ansprüchen ein heutiger Milchviehbetrieb genügen muss und welchen ökonomischen Zwängen er gleichzeitig ausgesetzt ist. Der Preis zeigt aber mehr: nämlich auch deutlich, dass die Milchbäuerinnen und -bauern einen außergewöhnlichen und wunderbaren Beruf ausüben."

Jan Heusmann stellte als Vorsitzender der Landesvereinigung der Milchwirtschaft (LVN) die Bereitschaft der teilnehmenden Betriebe, sich zu öffnen, heraus: "Die Höfe stellen sich zunächst dem kritischen Blick der Fachjury. Sie schaffen damit Transparenz. Der Milchlandpreis ist aber unauch ein Instrument zur Darstellung der Erzeugung unseres wertvollen Lebensmittels Milch. Dabei geben die Milchviehbetriebe einen ungeschminkten Einblick in ihre tägliche Arbeit. Insbesondere zeigen sie die vielfältigen Anforderungen, die sie erfüllen, und demonstrieren zudem, wie stark ihr Erfolg direkt vom engen Zusammenwirken von Mensch und Tier abhängt."

Herbert Heyen lobte im Namen der Landesvereinigung das weitreichende Engagement der Milchlandpreis-Gewinner: "Wir ehren heute sehr engagierte Betriebsleiter-Paare, die weitaus mehr als ihre eigentliche Arbeit tun. Der Milchlandpreis bietet die Chance, dieses Engagement der Milchviehhalter gegenüber der Gesellschaft herauszustellen. Er verleiht nicht nur unseren Preisgewinnern, sondern letztlich allen niedersächsischen Milcherzeugern Anerkennung."

Fachjury auf den Höfen

Die Beurteilung der Kandidaten durch eine Fachjury richtet sich dabei grundsätzlich nicht nur nach den erreichten Zielen, sondern auch nach der Systematik der Umsetzung von Maßnahmen und der Planung von zukünftigen Schritten.

Basis für die Beurteilung sind die drei Säulen der Nachhaltigkeit. Es geht zum Beispiel um den gesamten Bereich des Herdenmanagements mit Fütterung, Tierhaltung und Tiergesundheit.

Ebenso wichtig ist die betriebswirtschaftliche Beurteilung des Hofes aufgrund der Betriebsergebnisse sowie die Bereitschaft der Betriebsleiter zur Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung. 24 Milchviehbetriebe aus ganz Niedersachsen  nahmen dieses Jahr am Wettbewerb teil.
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