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Reportage

Fleischrinder: Viele Zuchterfolge mit Limousin

Die Limousin-Fleischrinder der Familie Lingens.
Jan-Gerd Ahlers, LAND & Forst
am
31.01.2017

Familie Lingens in Twistringen hält Limousin-Fleischrinder im Nebenerwerb. Sie hatten bereits viele Zuchterfolge. Eine Reportage in der LAND & Forst 5/17.

Mit ihren Limousin-Fleischrindern hat Familie Lingens in Twistringen in den vergangenen Jahren viele Zuchterfolge erzielt. Bereits 1991 wurden die ersten sechs Kreuzungstiere in Verden gekauft, zwei Jahre später kamen die ersten Reinzuchttiere auf den Nebenerwerbsbetrieb, damals noch am Bremer Stadtrand.Nach und nach wurde eine Selbstvermarktung aufgebaut, es entstand ein Hofladen. 1999 wurde der Hof in Twistringen gekauft und Stück für Stück ausgebaut.

Fleischrinder zücherisch weiterentwickelt

Einen großen Schub für die züchterische Weiterentwicklung gab es durch den Casimir-Sohn Calimero und einige Jahre später durch den Malibu-Sohn Magur. Der konnte vor allen Dingen bei Zuchtwert und Größe die Mutterseite erheblich verbessern.

So war es auch mit dem Loriot-Sohn Lucko. Das Züchterehepaar hatte auch immer die Milchleistung als Grundlage für hohe Zunahmen im Blick. Die meiste Milch gibt dabei eine völlig unscheinbare Mutterkuh.

Weitere wichtige Merkmale für die züchterische Weiterentwicklung sind bei Lingens ruhige Tiere und die Verbesserung der Klauen. Zu den positiven Zuchteigenschaften gehören die hohe Fruchtbarkeit, Leichtkalbigkeit, Langlebigkeit und die gute Aufzuchtleistung der Kälber mit hohen täglichen Zunahmen.

Frisieren für die Fleischrindertage

Margarete und Gernot Lingens wollten sich nach dem kontinuierlichen Aufbau der Zucht auf Schauen mit Kollegen messen, um das eigene Potenzial einschätzen zu können. Besondere Unterstützung fand die Familie bei Torsten Kirstein von der Masterrind in Verden.

Mit viel Liebe und noch mehr Zeit wurden die Tiere zur Schau vorbereitet, frisiert und führig gemacht. Premiere für die Schauteilnahme war 2007 bei den Fleischrindertagen in Verden. Und das Ergebnis (ein Gruppensieg) konnte sich sehen lassen. Die Zahl der zur Auktion zugelassenen Tiere hängt u.a. von der Herdengröße ab, und mit 22 Kühen kann Familie Lingens zwei Tiere zur Auktion anmelden.

2012 erreichte Landjäger eine Ia-Platzierung und brachte dann 4.000 € auf der Auktion. Zwei Jahre später schaffte Lorenzo Ib und konnte eine neue Züchterheimat finden. 2015 hat Bulle Liebhaber als Gruppensieger den Spitzenpreis (6.700 €) bei den Niedersächsischen Fleischrindertagen in Verden erzielt. Liebhaber hat Filomena zur Mutter, die bereits 17 lebende Kälber zur Welt brachte.

Seltener Zuchterfolg bei Eliteauktion deutscher Fleischrinderzüchter

2015 durften sich die Züchter über einen Doppelerfolg freuen: Bei der Eliteauktion der deutschen Fleischrinderzüchter in Groß Kreutz siegten Lingens nicht nur bei den Limousin, sondern holten sich mit der exzellenten Lucko-Tochter Lilie auch den Champion-Titel über alle Rassen hinweg, ein seltener Zuchterfolg. Diese Färse war bestens entwickelt mit schöner ausgeglichener Bemuskelung, den gewünschten Aufhellungen und sehr korrektem Skelett.

Hinzu kam der höchste Relativzuchtwert Fleisch (RZF) an diesem Tage von 120. Für diese Färse gab es bei der Auktion 4.800 €. Noch heute haben Lingens ihren ersten großen Auftritt außerhalb von Niedersachsen in allerbester Erinnerung.

Mehr zur Limousin-Zucht der Familie Lingens erfahren Sie in der LAND & Forst 05/17 auf  den Seiten 38 und 39. Möchten Sie die LAND & Forst zum Probelesen bestellen? Dann klicken Sie hier…

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