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Ferkelerzeugung

Für ein langes Sauenleben

Prof. Dr. Steffen Hoy (Uni Gießen) und Birgitt Hameister (VzF Uelzen)
am
20.04.2016

Wie lange eine Sau genutzt wird, spielt eine große Rolle für die Wirtschaftlichkeit. Per Sauenplaner kann eine systematische Ursachenanalyse durchgeführt werden.

Wollen Ferkelerzeuger ihre Wirtschaftlichkeit verbessern, rücken neben der Fruchtbarkeit ihrer Sauen deren Langlebigkeit und Lebensleistung stärker in den Mittelpunkt. Jeder Sauenhalter sollte wissen, wie viele seiner Jungsauen zum Beispiel den 5. Wurf erreichen und wie viele Ferkel sie bis zu diesem Zeitpunkt erzeugt haben.

Auswertungen aus VzF-Betrieben zeigen beispielhaft die großen Schwankungsbreiten bezüglich der beiden genannten Leistungskriterien - und machen deutlich, dass es vielfach noch Optimierungspotential gibt.

Langlebigkeit inzwischen auch Zuchtziel

Die Verbleiberate spielt eine zunehmende Rolle bei der Beurteilung der Leistungen moderner Hybridsauen und geht teilweise in den Zuchtwert ein. Sie bezeichnet den Anteil der Jungsauen, die zum Beispiel bis zum 2. oder 5. Wurf noch im Betrieb sind. Eine Verbleiberate von 75 % bis zum 5. Wurf ist grundsätzlich möglich und sollte angestrebt werden.

Die kumulative Wurfleistung ist die Summe der vom 1.bis zum Beispiel 2. oder 5. Wurf geborenen Ferkel (gesamt oder lebend geborene) pro Sau.

Ferkelindex Lebensleistung ermöglicht Betriebsvergleich

Der Ferkelindex Lebensleistung  (FI LL) führt die beiden genannten Kennzahlen zusammen und entspricht der Gesamtzahl gesamt oder lebend geborener Ferkel bis zum 2. oder 5. Wurf, die von 100 ehemaligen Jungsauen bis zu dem entsprechenden Wurf erzeugt werden. Ein Vergleich von Betrieben ist mit dem Sauenplaner möglich.

Mehr zum Thema lesen Sie in der LAND & Forst Ausgabe 16/2016 auf den Seiten 38/39. Möchten Sie die LAND & Forst zum Probelesen bestellen? Dann klicken Sie hier…

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