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Rinderhaltung

Herdbuchkühe: Nutzungsdauer und Lebensleistung steigt stetig

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Birgit Greuner, LAND & Forst
am
10.10.2016

Holstein- und Fleckviehkühe werden mit knapp 37 Monaten durchschnittlich zwei Monate länger genutzt als noch vor acht Jahren. Das ist aber noch nicht das Optimum.

Die Nutzungsdauer von Kühen der Rassen Holstein, Fleckvieh und Braunvieh steigt stetig an. Das zeigen die Zahlen, die im Jahresbericht der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Rinderzüchter e. V. (ADR) kürzlich veröffentlicht wurden. Mit knapp 37 Monaten werden Holstein- und Fleckviehkühe durchschnittlich zwei Monate länger genutzt als noch vor acht Jahren. Damit liegt die Nutzungsdauer zwar noch unter dem Optimum, nähert sich diesem jedoch stetig an.

    Längere Nutzungsdauer bedingt Anstieg der Lebensleistung

    Durch die längere Nutzungsdauer ist auch die Lebensleistung der Kühe angestiegen: Im Jahr 2015 haben Kühe der Rasse Holstein im Durchschnitt eine Lebensleistung von 27.600 kg Milch erreicht, Braunvieh von 27.500 kg. Diese betrug in 2007 nur 24.500 bzw. 25.700 kg Milch.

    Die Zahlen zeigen, dass die Rinderzucht sich intensiv mit der Tiergesundheit und Nutzungsdauer der Kühe beschäftigt. Belegt wird dies auch durch den genetischen Fortschritt in der Nutzungsdauer, der durch die Zuchtausrichtung bei allen Rassen ermöglicht wurde.

      Daten von 87 % der Milchkühe flächendeckend registriert

      Die kritische Auseinandersetzung der Landwirte, Verbraucher, Tierärzte und Politiker mit der Nutzungsdauer und die Forderung nach einer weiteren Verbesserung wird von der Branche ernst genommen. Die Bereitschaft zur Weiterentwicklung zeigt sich an einer Vielzahl von Forschungs- und Entwicklungsprojekten, die gemeinsam mit Wissenschaftlern, Rinderzüchtern und Tierärzten durchgeführt werden. l

      Bei 87 % aller Milchkühe werden flächendeckend monatlich Parameter der allgemeinen Stoffwechsellage wie das Fett-/Eiweißverhältnis und der Harnstoffgehalt in der Milch analysiert, die Anzahl an Zellen in der Milch untersucht sowie die Nutzungsdauer und Abgangsgründe erfasst. Zusätzlich werden in diversen Gesundheitsprojekten Hilfsmittel entwickelt, die dem Milchviehhalter und dem Tierarzt ermöglichen, Erkrankungen zu dokumentieren und dadurch zukünftig zu reduzieren.

        KuhVision bietet umfassende Informationen

        Als Beispiel sei das Projekt KuhVision des Deutschen Holstein Verband e. V. (DHV) genannt: Die Milchviehdaten werden in einer Vielzahl von Betrieben intensiv erfasst und mit dem genetischen Profil der Kühe verknüpft werden. Dadurch erhalten die Milchviehhalter umfassende Informationen über ihre Tiere und können diese im Management und der Zucht gezielt nutzen.

        Kontaktdaten:

        • Arbeitsgemeinschaft Deutscher Rinderzüchter e. V. (ADR): Adenauerallee 174, 53113 Bonn, Tel.: +49 228 914470, E-Mail: info@adt.de
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