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Pferde

Hinreißende Stuten

von , am
30.07.2014

Die Bezirksvereine ließen ihre Spitzenstuten beurteilen. 100 Stuten und neun Familien stellten sich den Richtern.

Fräulein Hansemann v. Floriscount, Siegerin der jüngeren Dressurklassen, von Bernd Nordmann, Syke. © Schwöbel

Bei den jüngeren Dressurstuten setzte sich die charmante, Hann. Pr. A.H. Fräulein Hansemann v. Floriscount/Weltmeyer an die Spitze. Z.: Reinhard Hansemann, B.: Bernd Nordmann.

Dynastie v. De Niro/Weltmeyer aus der Zucht und im Besitz von Klausing, die Siegerin der älteren Dressurstuten war an Ausdrucksstärke nicht zu überbieten. Mit ihren 15 Jahren zeigte sie sich frisch und lief manch jüngerer Stute hinsichtlich Bewegungsstärke den Rang ab. Mit ihrer Mutter Wicke v. Weltmeyer und ihrer Tochter Fair Lady K v. Fürstenball konnte diese Ausnahmestute den Familienwettbewerb Dressur für den Züchterstall Klausing mit einer Wertnote von 8,6 gewinnen. Und es zeigte sich einmal mehr, wie wertvoll das Blut des Hengstes Weltmeyer in der Vererbung auf der mütterlichen Seite ist.

Die dreijährige großrahmige Quebec v. Quadam/Escudo I wurde zur Springsiegerstute gekürt. Sie stammt aus der Zucht von Manfred Schäfer. Sie überzeugte mit Vermögen und Übersicht am Sprung. Die aparte, überaus bewegungsstarke Schimmelstute Christin KHR v. Cristallo von Karl-Henning Rollwage setzte sich in der  Abteilung der vierjährigen Springstuten an die Spitze. Bei den Zweijährigen hatte man noch nicht nach Dressur- und Springveranlagung getrennt. Sehr weit entwickelte Jungpferde bekam man in dieser Abteilung zu sehen, die eine Rappstute v. Dancier, Z.: Hannelore Wilhelm, B.: Bernhard Sieverding, gewann. Ihre schwungvollen Bewegungsabläufe nahmen die Richter für sie ein.In zwei Abteilungen stellten sich die dreijährigen Dressurstuten den Richtern vor.
Neben der Gesamtsiegerstute Frl. Hansemann in der ersten Abteilung, gelang es der eleganten Fürstenballtochter Fair Lady K von Willem Klausing, sich für den Endring zu qualifizieren.

Ebenfalls zwei Abteilungen gab es bei den vierjährigen Stuten. Die sich dynamisch, mit viel Schub aus der Hinterhand bewegende Fleur Royal v. Floriscount, in ihrem Erscheinungsbild stark geprägt von ihrem edlen Muttervater Londonderry, Z.: Jürgen Meyer, B.: Matthias Klatt, und die ihr in nichts nachstehende, sich sehr taktklar bewegende Serafina K v. Sir Donnerhall von Ruth Klatt-Prien, zogen ins Finale.

An der Hand ihres Züchters und Besitzers Hannes Brüning gefiel die ganggewaltige Brisbane v. Belissimo M bei den 5 bis 6-Jährigen durch ihren ausgeprägten Stutentyp. Schön war es, auf der Schau auch einmal ältere Stuten vorgestellt zu bekommen. Bei den 7 bis 14-Jährigen setzte sich Ferros Märchen v. Ferro an die Spitze. Die bei Arend Kamphorst gezogene und beheimatete Stute führte das Blut des legendären Weltmeyer auf der Mutterseite. 15-jährig und älter, das ist schon eine ganz besondere Klasse, bei der sich hochverdiente Zuchtstuten noch einmal im Schauring messen. Hier gewann Dynastie v. De Niro.              
     
Dann kam die Ehrenklasse. Da konnte man nur andächtig staunen, als die 27-jährige Callonia v. Calypso II/Wendelin in schwungvollem Trab die Bahn betrat. Einstmals bei Robert Gaus geboren ist diese Stammstute der Pferdezucht Dr. Jacobs.

Mit ihren beiden Silvio-Töchter Sammy Jo (Stute des Jahres 2012) und Sammy`s Sister entschied sie den Familienwettbewerb der Springstuten souverän für sich. Auf dem Reserverang folgte die Familie  der Paquita v. Pablo der Zuchtgemeinschaft Barg.

Märchenhaft ging es bei der Reservesiegerfamilie der Dressurstuten zu: die Weltmeyer-Tochter Weltmärchen  mit ihrer Tochter Ferros Märchen v. Ferro und der Großtochter Lauries Märchen v. Lauries Crusador xx der Zuchtstätte von Arend Kamphorst erreichten hier die Wertnote 8,5.
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