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Schwein

Hitzewelle: Im Schweinestall für Linderung sorgen

von , am
08.07.2015

Vergangene Woche gab es die erste große Hitzewelle mit Temperaturen bis 40 °C. Wie Sie als Schweinehalter mit kurzfristig umsetzbaren Maßnahmen für Linderung im Stall sorgen, berichtet LAND & Forst 28.

Um bei hohen Außentemperaturen die Stallluft mit Wasser kühlen zu können, darf die Luftfeuchtigkeit im Stall einen bestimmten Wert nicht überschritten haben. © Georg Meyer

Die Weichen für den Umgang mit den hohen Temperaturen sollten grundsätzlich schon beim Bau eines Stalles gelegt werden. Die gesetzlich geforderten Maßnahmen zur Verminderung der Wärmebelastung sind mehr als Lüftung und Dämmung der Ställe.
Aber auch im "Tagesbetrieb" eines bestehenden Stalles gibt es Möglichkeiten zu reagieren. Erfahrungsgemäß liegt die Temperaturschmerzgrenze für Sauen und Mastschweine bei etwa 30 °C. Darunter halten sie viel aus, darüber aber nicht. Wenn so hohe Temperaturen angekündigt sind, heißt es also vorsorgen.

Bezüglich der Lüftung sind zunächst die Führung und die Temperatur der Zuluft entscheidend. Eine gewisse Abkühlung ist über die Luftströmung, vor allem bei kanalisierter Zuluft, möglich. Dies gilt insbesondere, wenn die Luft aus kühleren Bereichen gezogen werden kann.

Lüftungssteuerung anpassen

An Tagen, an denen sich die Außenluft extrem schnell aufheizt (30 °C am Vormittag), kann die Maximalluftrate im bestimmten Zeitfenster etwa auf 80 % zu begrenzen. Oder die Mindesttemperatur wird hochgesetzt, etwa auf 23 °C. So kann die Kühle der Nacht länger genutzt werden.

Zulüften kann helfen

Um eine Kühlung über die Luftbewegung zu erreichen, sind die Zuluftflächen und die Kanalisierung der Luft wichtig. An extremen Tagen kann es sinnvoll sein, Türen zum Verbinder zu öffnen, wenn die eintretende Zuluft kühler ist als etwa aus dem Rieselkanal und sich in der Menge so wesentlich erhöhen lässt. Das ursprüngliche Lüftungssystem zum Beispiel über den Rieselkanal bricht dann jedoch zusammen!

Abluftelemente regelmäßig reinigen

Wenn die Rieselkanäle eine ausreichende Porengröße (>8 mm) und eine entsprechende Anordnung (z. B. Kopfbereich der Sauen) haben, können auch hier Luftströmungen erzeugt werden. Die Lochplatten zu wechseln, ist keine große Sache. Für die Strömung entscheidend sind  Porengröße und richtige Anordnung Die Abluftelemente (z. B. die Gitter an den Ablüftern) müssen aber auf jeden Fall voll durchlässig sein. Diese sollten regelmäßig gereinigt und mit Druckluft durchgeblasen werden.
 

Mehr zum Thema lesen Sie in der LAND & Forst Ausgabe 28/2015 auf Seite 58. Möchten Sie die LAND & Forst für einen Monat gratis zum Probelesen bestellen? Dann klicken Sie hier…

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