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Geflügelhaltung

Hühnerhaltung: Betriebszweigauswertung zeigt deutliche Unterschiede

Legehennen auf der Stange
Steffen Bach
am
27.11.2017

Die Interessengemeinschaft alternative Hühnerhaltung kam zum Jahrestreffen in Wietmarschen zusammen. Hier einige Zahlen zur Betriebszweigauswertung.

Die Interessengemeinschaft alternative Hühnerhaltung (IAH) wurde 2006 von Neueinsteigern in der Region Emsland/Grafschaft Bentheim gegründet. Der fachliche Austausch vor Ort sollte ermöglicht werden, der Verein sollte auch als Ansprechpartner für Behörden fungieren. Heute gehören mit 65 Mitgliedern knapp 2 Mio. Legehennenplätzen dazu.

Bei den Haltungsformen überwiegt die Freilandhaltung mit 1,3 Mio. Tieren. Biobetriebe sind mit knapp 500.000 Tiere vertreten, der Rest entfällt auf die Bodenhaltung.

Bei der diesjährigen Mitgliederversammlung in Wietmarschen wurden wichtige Ergebnisse der Betriebszweigauswertung bekannt gegeben:

  • Über alle Haltungsformen lag die durchschnittliche Direktkostenfreie Leistung bei 11,96 € pro Jahr und Stallplatz.
  • Die besten 25 Prozent der Betriebe erreichten mit 20,55 € fast den doppelten Wert, während das schlechteste Viertel mit 5,74 € auskommen musste.
  • Es zeigten sich erneut große Unterschiede zwischen den Betrieben.
  • Wertet man die einzelnen Haltungsformen separat aus, verringern sich die Unterschiede etwas.

Weitere Ergebnisse der Betriebszweigauswertung lesen Sie in der LAND & Forst 48/17.

Vogelgrippe ein wichtiges Thema

Die Vogelgrippe war im vergangenen Jahr ein bestimmendes Thema für die Betriebe. Von Anfang November bis Ende April galt in der Region eine Aufstallpflicht, die bei der Vermarktung von Freilandeiern zu massiven Problemen führte. Drei Monate lang musste die Freilandbetriebe ihre Eier als Bodenhaltungs-Ware verkaufen.

Positiv aufgenommen wurde eine Veränderung bei der Vermarktungsregeln. Demnach dürfen Freilandbetriebe bei einer angeordneten Stallpflicht in Zukunft 16 Wochen lang als Freilandware vermarkten. Die bisher geltende Frist wurde damit um vier Wochen verlängert. Der Vorsitzende Jan-Henning Nurra-Legtenborg wies darauf hin, dass der Grippeviren in der Wildvogelpopulation weiter vorhanden seien und mahnte zu besonderer Vorsicht.

Fipronil-Belastung stellt Betriebe vor Probleme

Vom Fipronil-Skandals seien in der Region glücklicherweise nur wenige Betriebe betroffen gewesen. In Deutschland wurden vier betriebe gesperrt, davon befanden sich drei in der Grafschaft Bentheim. Gelobt wurde das schnelle Handeln von KAT. So konnte verhindert werden, dass noch mehr belastete Eier in den Handel kamen.

Die Fipronilbelastung stellt die betroffenen Betriebe vor große Probleme. Die Chemikalie setzt sich Kunststoff fest, so dass eine Reinigung nicht ausreicht. Belastete Kunststoffmaterialien müssen aus den Betrieben entfernt und die Bauteile ersetzt werden.

„Diese immensen Schäden sind nicht komplett über Versicherungen abgedeckt“, stellte der Vereinsvorsitzende fest. In Holland habe die Problematik ein noch viel größeres Ausmaß. Wegen der aufwändigen Sanierung seien noch immer 140 der ursprünglich 180 betroffenen Betriebe gesperrt.

Mehr zum Thema lesen Sie in der LAND & Forst 48/19. Möchten Sie die LAND & Forst zum Probelesen bestellen? Dann klicken Sie hier…

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