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Pferde

Immer arbeitswillig

von , am
30.10.2013

Zuchtleiterin Ulrike Struck und der Vorsitzende des Kaltblutstammbuches, Dieter Bösche, konnten kürzlich auf dem Gelände der Hengstprüfungs-anstalt in Adelheidsdorf sieben Kaltblüter zur zentralen Zugleistungsprüfung begrüßen.

Pferd mit Kutsche galoppiert in Adelheidsdorf
Kaltblutstute Roswitha bestach mit hervorragenden Leistungen in Adelheidsdorf. © Schwöbel
Dieses Jahr stellten sich nur Stuten den Richtern Ulrich Müller und Elimar Thunert zur Beurteilung. Da im nächsten Jahr die Prüfungen bundesweit vereinheitlicht werden, führte man den Testfahrer bereits einmal probeweise mit ein. Jedoch floss die Note von Klaus Dieter Gärtner nicht in die Endnote ein.

Die Prüfung bestand aus drei Teilen, wobei der Ablauf in diesem Jahr verändert wurde:

Einspännerprüfung vor einem zweiachsigen Wagen, Geschicklichkeitsziehen einer Schwachholzstange von 7 m Länge durch versetzte Pflichttore, 1.000 Meter vor dem mit 20 bis 25 % des Körpergewichtes  (je nach Rasse) belasteten Zugschlitten mit dreimaligem Halt in maximal 12,5 Minuten.

Das Anspannen war ein Bestandteil der Prüfung und wurde bewertet. Bei drei Pferden wurde ein Altersabzug vorgenommen.

Die Siegerstute stellte Onno Oltmanns aus Moormerland. Auch die hannoversche Kaltblutstute Roswitha von Napoleon wurde ausgebildet und vorgestellt von der Tochter des Hauses, die bei der Nachbesprechung ein weiteres Mal für ihre bharmonische und von gegenseitigem Vertrauen geprägte Vorstellung gelobt wurde und den Pokal für die beste Vorstellung in Empfang nahm. Die dreijährige Roswitha erreichte eine Endnote von 9,39.
Aide Bartels stellte seine Schwarzwälder Stute Fine v. Federsee im Geschicklichkeitsfahren und vor dem Zugschlitten selbst vor. Für die Einspännerprüfung bat er Karl Heinz Finkler um Unterstützung. 8,16 war die Endnote dieser Stute.

Auf Rang drei findet sich die bei Karl Heinz Finkler ausgebildete Schwarzwälderin Frisa v. Feldsee, gezogen und im Besitz von Petra Strohmeier-Kräft, Wertnote 7,65. Ihr folgt eine weitere Schwarzwälderstute aus der Zucht und im Besitz von Markus Reister. Die bei Familie Bartels ausgebildete Stute erreichte eine 7,35 in der Endbewertung und erhielt die höchste Tagesnote mit einer 9,5 in der Umgänglichkeit.

Staatsprämienanwärterin Ravenna v. Napoleon von Klaus zum Berge bekam als Endnote eine 7,34. Ihr werden jedoch an dem Morgen noch die Ohren geklungen haben, zog sie doch am Abend zuvor beim 129. Galaabend in Verden mit Stallkollegin Raisa einen Jazzpianisten durch die Arena. Und als Klaus zum Berge dann den Wagen mitten in der Bahn anhielt, abstieg, die Stränge löste, die Leinen festband und zum Plaudern zu Bekannten an die Bande ging, da war diesen beiden Stuten die Bewunderung der Züchter gewiss.
7,24 nach Altersabzug hieß die Endnote für die Freibergerstute Soraya v. Elysee II auf Platz sechs. Ihr Besitzer Dr. Norbert Solenski wird sicher ein wenig traurig gewesen sein, dass die Beurteilung des Fremdfahrers in diesem Jahr noch nicht in die Bewertung einfloss, denn dort erreichte die Stute eine 9,2.

Im Abschlussresümee stellte Richter Ulrich Müller fest, dass es eine gute Entscheidung gewesen wäre, den Fahrteil an den Anfang zu stellen.
Beim Anspannen und Verpassen des Geschirrs gäbe es allerdings noch Potenzial nach oben. Und so kann man alle, die zu einer Leistungsprüfung mit ihrem Pferd kommen wollen, nur ermutigen, an der Fortbildung teilzunehmen.       
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