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Umfrage

Initiative Tierwohl: Verbraucher unterstützen das Konzept

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Renate Bergmann, LAND & Forst
am
29.12.2017

Die Initiative Tierwohl unterstützt Landwirte finanziell, die über den gesetzlichen Mindeststandard hinaus etwas für ihre Tiere tun. Das finden die Verbraucher gut.

Laut einer forsa-Umfrage finden 93 Prozent der Verbraucher in Deutschland das Konzept der Initiative Tierwohl gut oder sehr gut. So das Ergebnis der bundesweit durchgeführten repräsentativen Umfrage zu Nutztierhaltung und Fleischerzeugung von der forsa Politik- und Sozialforschung.

Bei der Initiative Tierwohl werden Landwirte finanzielle unterstützt, die über den gesetzlichen Mindeststandard hinaus etwas für ihre Tiere tun und diese  geförderten Maßnahmen kontrollieren lassen.

 

Nutztierhaltung tiergerecht

83 Prozent der Befragte erachtet es zudem als gut, wenn eine tiergerechtere Ausgestaltung der Nutztierhaltung in vielen kleinen Schritten konsequent umgesetzt wird, ohne dabei etwas zu überstürzen. „Wir freuen uns über den großen Zuspruch zu unserem Ansatz“, kommentierte ITW-Geschäftsführer Dr. Alexander Hinrichs die Ergebnisse.

Dies bedeute jedoch auch eine große Verantwortung für die im Januar 2018 startende zweite Phase des Programms. Jeder teilnehmende Betrieb müsse sich dieser Verantwortung bewusst sein, denn sie seien ein Aushängeschild der Branche. Deshalb werde auch mit aller Strenge gegen Verstöße vorgegangen. Für schwarze Schafe unter den Tierhaltern sei in dem Programm kein Platz.

Verantwortung nicht allein beim Landwirt

Die Mehrheit der Deutschen sehen laut der forsa-Umfrage neben den Landwirten aber auch den Staat, den Lebensmitteleinzelhandel und die Verbraucher in der Verantwortung für eine tiergerechtere Haltung. Wenn es indes um die Kosten für die tiergerechte Haltung geht, so sagen 72 Prozent, dass hier der Verbraucher gefragt ist.

Zwar geben 89 Prozent der Fleisch verzehrenden Befragten an, dass sie bereit seien, mehr Geld für Fleisch auszugeben, wenn das zu verbesserten Haltungsbedingungen führte. Allerdings weist das forsa-Institut darauf hin, dass Themen des Umwelt- und Tierschutzes hoch im Bewusstsein der Bürger verankert seien, sich aber nicht in einer tatsächlichen höheren Zahlungsbereitschaft niederschlagen müssen.

Appell an die Verbraucher

„Den Unterschied zwischen Äußerungen zur Zahlungsbereitschaft und tatsächlichem Verhalten kennen wir aus Erfahrung“, sagt Hinrichs. „Die Aussagen in Befragungen, dass Verbraucher höhere Preise akzeptieren, hat sich leider in der Vergangenheit nicht bei den Einkaufsentscheidungen widergespiegelt.

Deshalb hat das System der Initiative Tierwohl die Kaufentscheidung für ein bestimmtes Produkt von der Förderung für Tierwohlmaßnahmen entkoppelt. Stattdessen kann der Verbraucher durch seinen Einkauf bei unseren Partnerunternehmen des Lebensmitteleinzelhandels zur Förderung des Tierwohls beitragen.“

Die repräsentative Befragung wurde vom 18. bis zum 20. Dezember 2017 unter insgesamt 1.004 Bürgerinnen und Bürgern ab 18 Jahren der Bundesrepublik Deutschland durch die forsa Politik -und Sozialforschung GmbH durchgeführt.

Mit Material von Pressemitteilung ITW
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