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Schweineproduktion

ISN-Mitgliederversammlung: Mehr Geschlossenheit in der Kette angemahnt

Mastschweine schauen durchs Gatter.
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Christa Diekmann-Lenartz, LAND & Forst
am
01.03.2017

Ein eindeutiges Bekenntnis zur deutschen Schweineproduktion gab es gestern von den führenden Schlachtunternehmen des Landes auf der ISN-Mitgliederversammlung in Münster.

Podiumsdiskussion mit Heinrich Dierkes, dem wiedergewählten ISN-Vorsitzenden

Ein eindeutiges Bekenntnis zur deutschen Schweineproduktion gab es gestern von den führenden Schlachtunternehmen des Landes auf der ISN-Mitgliederversammlung (Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands) in Münster. Folgende Ergebnisse sind festzuhalten:

  • Die führenden Vertreter von Tönnies, Vion und Westfleisch schätzen die Entwicklung der hiesigen Branche sehr positiv ein. Für einen robusten Markt sorgen grundsätzlich gute Exportmöglichkeiten auch außerhalb der EU bei einer Inlandsnachfrage auf gleichbleibendem Niveau.  
  • Angesichts der starken Konkurrenz aus den anderen Produktionsländern für Schweinefleisch warnte Tönnies-Geschäftsführer Josef Tillmann davor, sich in Deutschland durch zu hohe Auflagen aus dem Wettbewerb herauszukatapultieren. Gleichzeitig sah er die Notwendigkeit, Themen wie mehr Tierwohl voranzutreiben.
  • Angemahnt wurde nicht nur von Frans Stortelder von Vion eine engere Zusammenarbeit in der Kette. Gerade die unterschiedlichen Anforderungen von Kundenseite erforderten mehr Absprachen, gegebenenfalls auch mit längerfristigen Preisabsprachen.
  • Eine vollständige Integration wie im Geflügelbereich wurde jedoch als nicht übertragbar für den Rotfleischbereich gesehen.
  • Auch bezüglich einer verstärkten Kommunikation zum Verbraucher forderte Carsten Schruck von Westfleisch eine engere Zusammenarbeit in der Kette einschließlich der Schlachtbranche.
  • ISN-Chef Dierkes forderte die Politik auf, etwa für das anstehende Verbot der Kastration praxistaugliche Lösungen zu ermöglichen.

Bei den anstehenden Vorstandswahlen wurden der langjährige Vorsitzende Heinrich Dierkes, Landkreis Vechta, sowie Thomas Gardewin, Landkreis Cloppenburg, und Christian Schulze Bremer, Philipp Schulze Esking, beide Landkreis Coesfeld, in ihren Ämtern bestätigt. Neu in den Vorstand gewählt wurde der 29jährige Christoph Selhorst, ebenfalls Landkreis Coesfeld.

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