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Schwein

Jungsauen: Die Neuen müssen sich anpassen

von , am
14.10.2015

In einigen Betrieben wird die Jungsaueneingliederung immer noch stiefmütterlich behandelt. Was Schweinehalter unbedingt beachten sollten, lesen Sie in der LAND & Forst 42.

Eine sorgfältige Dokumentation hilft bei der richtigen Remontierung. © Mühlhausen/landpixel

Die meisten Zuchtunternehmen haben für ihre Genetiken eigene Empfehlungen, nach denen sich die Ferkelerzeugerbetriebe richten sollten. Aber es gibt auch allgemeine, für alle geltende Empfehlungen. Die Notwendigkeit einer Remontierung ergibt sich daraus, dass die Altsauen ab einem bestimmten Alter in der Fruchtbarkeits- und Aufzuchtleistung nachlassen. Diese Entwicklung ist jedoch von Sau zu Sau sehr unterschiedlich und für den Ferkelerzeuger immer wieder eine Gratwanderung.

Mit Fingerspitzengefühl

Es stellt sich die Frage: Bleibt die Sau noch für einen weiteren Wurf im Bestand, also nehme ich das Risiko eines eventuell schlechten Wurfes in Kauf, oder verlässt die Sau vorzeitig den Stall? Eine sorgfältige Dokumentation der erbrachten Leistungen kann bei der Entscheidungsfindung helfen. Die meisten Sauenplanerprogramme geben zusätzliche Hilfestellung. Ungeachtet dessen ist am Ende die Erfahrung des Ferkelerzeugers gefragt. Verlässt nun eine Sau den Bestand, muss sie natürlich durch eine Jungsau ersetzt werden.
Die Auswertungen der vergangenen Jahre haben gezeigt, dass sich die Remontierungsquote auf den meisten Betrieben um die 40 % einpendelt.

Nicht sparen bei der Remontierung

Besonders die derzeitige Tiefpreisphase verleitet dazu, Kosten für die Remontierung einzusparen und die eine oder andere Altsau zu lange im Bestand zu lassen. Im ersten Moment wird es keine spürbaren Auswirkungen geben. Auf lange Sicht wird sich die Leistungsfähigkeit der Sauenherde negativ entwickeln. Im ungünstigsten Fall hat dann der Ferkelerzeugerbetrieb in einer Hochpreisphase, die mit Sicherheit kommen wird, zu wenig Ferkel. Das heißt, es muss übermäßig remontiert werden, was zu einer ungesunden Altersstruktur der Sauenherde führen wird. Eine hohe Anzahl an Jungsauen wirkt sich in den meisten Fällen negativ auf den Gesundheitsstatus und die Immunitätslage des Sauenbestandes aus.
 

Mehr zum Thema lesen Sie in der LAND & Forst Ausgabe 42/2015 auf Seite 34. Möchten Sie die LAND & Forst für einen Monat gratis zum Probelesen bestellen? Dann klicken Sie hier…

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