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Geflügelgrippe

Kreis Rotenburg/Wümme: Hochpathogene Vogelgrippe bei Wildvögeln

Enten auf dem Wasser
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Birgit Greuner, LAND & Forst
am
13.12.2016

Im Landkreis Rotenburg/Wümme ist die hochpathogene Form der Vogelgrippe bei Wildvögeln aufgetreten. Betroffen ist das NSG Ekelmoor und die Gemeinde Sittensen.

Nun zum ersten Mal ist jetzt im Landkreis Rotenburg (Wümme) das Vogelgrippe-Virus in der hochpathogenen Form in zwei Fällen nachgewiesen worden. Bei beiden Nachweisen sind Wildvögel betroffen: ein Seeadler im Ekelmoor und eine Wildgans in Sittensen. Die jetzt vom Veterinäramt des Landkreises zu veranlassenden Maßnahmen unterscheiden sich aber.

Um den Fundort Ekelmoor keine Nutzgeflügelhaltungen

Bei dem Seeadler handelt es sich um einen Fund mitten im Naturschutzgebiet Ekelmoor/Tister Bauernmoor. Um den Fundort liegen in unmittelbarer Nähe keine Haltungen von Nutzgeflügel. Auch ist der Bereich nicht für die Öffentlichkeit zugänglich.

Nach der Risikobewertung der Situation durch das Veterinäramt wendet dieses eine Ausnahmevorschrift der Geflügelpestverordnung an und verzichtet auf die Einrichtung eines Sperrbezirks und eines Beobachtungsgebiets.

Vogelgrippe am Fundort Sittensen erfordert besondere Maßnahmen

Anders verhält sich die Situation in Sittensen. Die dort aufgefundene Wildgans trieb auf dem Mühlenteich. In dem gebildeten Sperrbezirk von 1 Kilometer gibt es sechs Geflügelhalter mit circa 1714 Tieren und im 3 Kilometer Beobachtungsgebiet zusätzlich 18 Halter mit zusätzlich 342 Tieren.

Auch bei dieser Festlegung der gemaßregelten Gebiete nutzt das Veterinäramt den rechtlich eingeräumten Spielraum und verkleinert die sonst üblichen Radien für einen Sperrbezirk (3 km) und das Beobachtungsgebiet (10 km). Die Verkleinerung ist das Ergebnis der Risikobewertung der Situation vor Ort.

Eine Karte mit dem Grenzverlauf der entsprechenden Gebieten können Sie hier herunterladen...

Einschränkungen für Geflügelhalter

Mit dem Inkrafttreten der Allgemeinverfügung gelten für Halter von Geflügel bestimmte Einschränkungen. Unter anderen gilt:

  • Geflügel darf nicht aus einem Bestand, der sich im Sperrbezirk befindet, verbracht werden. Gleiches gilt für frisches Fleisch, Fleischerzeugnisse, das von Geflügel gewonnen wurde, die im Sperrbezirk gehalten wurden.
  • Halter von Hunden und Katzen dürfen innerhalb des Sperrbezirks die Tiere nicht frei umherlaufen lassen. Für die Hunde bedeutet dies Leinenpflicht innerhalb des Sperrbezirks.

Die Allgemeinverfügung können Sie hier herunterladen...

Sollte es bei diesem einzelnen Nachweis bleiben, werden die Regelungen für den Sperrbezirk 21 Tage nach dem Inkrafttreten aufgehoben. Dort gelten dann die Regelungen des Beobachtungsgebietes. Dieses kann unter optimalen Bedingungen 30 Tage nach Inkrafttreten der Allgemeinverfügung aufgehoben werden.

Wegen der Vogelgrippe Biosicherheitsmaßnahmen beachten

Die Nachweise im Landkreis, wie auch die zahlreichen Nachweise in Deutschland, belegen eindeutig die Wichtigkeit der bisher angeordneten Maßnahmen für alle Geflügelhalter. Oberstes Ziel muss sein, die Eintragsmöglichkeit des Virus in eine Nutz/Hausgeflügelhaltung zu minimieren. Dabei ist zu beachten, dass der Eintrag direkt durch den Kontakt zu Wildvögeln oder indirekt zum Beispiel über kontaminierte Schuhe erfolgen kann. Deshalb müssen die Tiere weiterhin in ihren Stallungen bleiben. Für das Betreten der Stallungen sind unbedingt die Biosicherheitsmaßnahmen zu beachten.

Nähere Informationen hierzu finden sich auf der Internetseite des Landkreises unter www.lk-row.de.

Für Fragen zum Thema Vogelgrippe hat der Landkreis ein Bürgertelefon eingerichtet. Dieses ist von Montag bis Donnerstag in der Zeit von 8 bis 16 Uhr und am Freitag von 8 bis 13 Uhr unter der Telefonnummer 04261/983983 erreichbar.

Mit Material von Pressedienst Landkreis Rotenburg/Wümme
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