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Sommer

Auch die Kühe leiden unter der Wärme

Wassertraenke-Milchvieh
Jan-Gerd Ahlers, LAND & Forst
am
06.08.2018

Sommerhitze macht auch den Milchkühen zu schaffen. Die Strahlungswärme vom Stalldach lässt sich nicht von heute auf morgen reduzieren, aber um den Hitzestress zu reduzieren, helfen manchmal schon ganz einfache Mittel.

Bei mehr als 16 Grad gibt die Kuh Körperwärme über Verdunstung durch erhöhte Atmung oder Schwitzen ab.  Hitzestress setzt für Rinder schon ab 20° C ein und ist über einen Milchleistungsabfall bei gleichzeitiger Zellzahlerhöhung deutlich erkennbar.  Diesen Zustand haben wir in großen Teilen von Niedersachsen schon seit Monaten.

Erste Maßnahmen

Der Tierhalter kann verschiedene Vorkehrungen treffen. Zunächst einmal sind Seitenwände, Fenster, Tore und Türen so weit wie möglich zu öffnen. Windschutznetze müssen sauber sein, denn Staub verringert die Luftgeschwindigkeit um bis zu 20 %. Durch die Öffnung der Giebelseiten lässt sich der Luftaustausch zusätzlich verbessern.

Ventilatoren

Milchvieh-Stall-Ventilatoren

Ventilatoren sollen den Kühen das Fressen und das Liegen erleichtern und sind daher über den Kühen am Fressgang und vorrangig über den Liegeboxen anzuordnen. Das Futter oder die Laufgänge sollen dabei nicht getrocknet werden. Vorwartehof oder der Melkstand- bzw. Melkrobotereingang sind ebenfalls zu berücksichtigen. In Wartehöfen können Deckenventilatoren für eine gute Luftumwälzung sorgen. Kleinere Ventilatoren mit höheren Drehzahlen eignen sich für die Installation direkt über Eingängen und halten auch Fliegen fern.

Wasser, Wasser, Wasser

In Hochleistungsphasen kann der Wasserbedarf einer Milchkuh bei 180 l am Tag liegen! Am höchsten ist der Bedarf nach dem Melken und nach der Futteraufnahme, was bei der Platzierung der Tränken hinsichtlich ihrer Erreichbarkeit zu berücksichtigen ist. Regelmäßige Reinigung und Kontrolle sind selbstverständlich. Wichtig sind viele Tränkestellen im Stall verteilt, für jedes Tier leicht zu erreichen und zu verlassen. Natürlich muss Wasser von guter Qualität in ausreichender Menge aus sauberen Tränken angeboten werden.

Mehr dazu lesen Sie am Donnerstag in der LAND & Forst, Ausgabe 32

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