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Geflügel

Legehennen: Optimale Haltung mit unkupierten Schnäbeln

von , am
16.12.2014

Rewe und bald auch Edeka bieten in Niedersachsen Eier von Legehennen mit unkupierten Schnäbeln an. Optimale Haltung und Management der Tiere werden in einem Modellprojekt getestet.

Die Hennen mit den unkupierten Schnäbeln werden intensivst beobachtet. © Spindler/Andersson

Das Kürzen der Schnabelspitze bei Legehennen in konventioneller Boden- und Freilandhaltung ist in Deutschland derzeit noch gängige Praxis. Der Eingriff soll bekanntlich verhindern, dass es beim Auftreten von Federpicken und Kannibalismus zu schwerwiegenden Schäden und Verletzungen kommt. Die Verhaltensstörung selbst wird dadurch jedoch nicht verhindert.

Im Rahmen seines Tierschutzplans hat sich das Land Niedersachsen zum Ziel gesetzt, ab Ende 2016 auf das Kürzen der Schnabelspitze zu verzichten. Weitere zwölf Bundesländer und KAT, der Verein für kontrollierte alternative Tierhaltungsformen e.V., streben ebenfalls einen Ausstieg aus dem Schnabelkürzen an.
Nachbarstaaten wie die skandinavischen Länder oder auch Österreich und die Schweiz verzichten bereits auf diesen Eingriff, Dänemark etwa seit Mitte diesen Jahres. Andere EU-Länder diskutieren aktuell ebenfalls über den Ausstieg mit Zeithorizonten von einigen Jahren. Die Niederlande zum Beispiel plant einen Ausstieg aus der Schnabelbehandlung 2018.

Licht wichtiger Faktor

Auf einer Farm im Osnabrücker Land mit etwa 100.000 Legehennen in konventioneller Bodenhaltung wird im Rahmen des niedersächsischen Modellprojektes getestet, wie über Haltung und Management das gefürchtete Federpicken und gegenseitige Bepicken der Haut verhindert werden kann. Sowohl für die Aufzucht als auch für die nachfolgende Legephase soll ein optimiertes Management entwickelt werden mit dem Ziel, über ein Lichtregime mit UV-Anteil sowie das Angebot von verschiedenen Beschäftigungsmaterialien die Hennen von Federpicken und Kannibalismus abzuhalten.
 
Mehr zu dem Projekt erfahren Sie in der aktuellen Ausgabe der LAND & Forst Nr. 51/52.
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