Login
Milchviehhaltung

Milchleistungsprüfung: Wie Sie die Ergebnisse optimal nutzen

Milchviehhaltung-Milchviehbetrieb-Milchleistungspruefung
Ronja Bormann, LWK Schleswig-Holstein
am
24.11.2017

Nach jeder Milchleistungsprüfung (MLP) werden die Milchproben im Labor untersucht. Wie Sie die Daten optimal nutzen können, lesen Sie in der LAND & Forst 47/17.

Die meisten Milchviehbetriebe führen eine Milchleistunsgprüfung (MLP) durch. Dabei wird von jeder Kuh eine Milchprobe genommen und die Milchleistung notiert. Im Labor werden die Proben auf die Milchinhaltsstoffe und die Zellzahl untersucht.

Wenige Tage nach der MLP erhält der Milchviehhalter die Daten dann gebündelt und aufbereitet auf den Betrieb. Trotz der Vielzahl an Daten und ihres Potenziales nutzen nur wenige Betriebe diese Informationen strukturiert zur Kontrolle und Verbesserung der Herde und des Einzeltieres.

Die Leistungsentwicklung ist dabei nur eine Möglichkeit, sich einen Einblick in die Herde zu verschaffen. Wesentlich  mehr Aussagekraft, auch über die Fütterung und die Gesundheit der Herde, geben dann die Milchinhaltsstoffe.

Ergebnisse der Milchleistungsprüfung nutzen

Folgende Punkte sind bei der Beurteilung der Daten zur Milchleistungsprüfung wichtig:

  • Der somatische Zellgehalt ist und bleibt das wichtigste Kriterium zur Beurteilung der Eutergesundheit. Er setzt sich vor allem aus weißen Blutkörperchen (Leukozyten), Fresszellen (Phagozyten) und Epithelzellen zusammen.
  • Die Herdenzellzahl gibt dem Landwirt einen ersten Eindruck. Zu einer genaueren Beurteilung sollten auf jeden Fall dann noch weitere Werte, wie die Aufteilung nach Färsen und Kühen, herangezogen werden.
  • Wichtiger Kennwert in der Laktation ist neben der Neuinfektionsrate auch die Zellzahlentwicklung der vergangenen Monate.
  • In der Trockenstehphase der Kühe sind schließlich die Ausheilungsrate sowie die Neuinfektionsrate durchweg die alles entscheidenden Beurteilungskriterien.
  • Das regelmäßige Ziehen von Viertelgemelksproben kann dabei helfen, die Erregerlage im Betrieb ständig im Blick zu behalten.
  • Die Zellzahl auf Einzeltierebene ist als Parameter sehr gut geeignet, um die Behandlungs-(Antibiotika) und Besamungswürdigkeit genauer zu bewerten.

Mehr zum Thema lesen Sie in der LAND & Forst 47/17. Möchten Sie die LAND & Forst zum Probelesen bestellen? Dann klicken Sie hier…

Ein israelischer Milchviehbetrieb: Roboter und extreme Hitze

Auch interessant