Login
Sonstiges

Milchvieh: Immer flott füttern

von , am
15.04.2015

In der Milchviehhaltung bedingt die bedarfsgerechte Grund- und Kraftfutterentnahme und -vorlage viel Arbeitzeit. Lesen Sie in der LAND & Forst Nr. 16, wie Sie die Kosten im Griff behalten.

Milchviehfütterung mit Futtermischwagen
Laut AbL können Milchviehhalter sehr schnell die Fütterung umstellen, wenn die Molkereien mehr Geld für Milchfett zahlen würden. © Fübbeker

Grundvoraussetzung für eine bedarfsgerechte Fütterung ist eine gut verdichtete und gärstabile Silage. In diesem Zusammenhang ist besonders bei der Grassilage die Schnittlänge von Bedeutung, da sich kurz geschnittenes Gras im Silo besser verdichten lässt und die Anschnittsflächen bei der Entnahme glatter sind. Diese Faktoren sorgen für geringere Verluste durch Nacherwärmung und auch die Futteraufnahme der Kühe wird nicht durch "warmes Futter" gebremst. Gelungene Silagen bringen einen finanziellen Vorteil und vermindern sogar den Arbeitsaufwand. Hierzu gehört auch, dass weniger Aufwand für das Entfernen von Fehlstellen aus dem Silo und auch weniger Aufwand für das Entsorgen von größeren Restmengen aus Futtertrog entsteht.
 
Das Abdecken vom Silagehaufen ist besonders bei einer Erdbedeckung sehr mühsam und zeitaufwendig. Verschärft wird diese Problematik noch, wenn der Boden gefroren ist. Um den Arbeitsaufwand und die körperliche Belastung zu verringern, ist es jedoch falsch, auf das Abdecken zu verzichten bzw. es nur unzureichend durchzuführen, denn in solchen Fällen sind die Silageverluste, bedingt durch Nacherwärmung, in der Regel sehr hoch. Grundsätzlich ist richtig, den Silagehaufen intensiv festzuwalzen und dann schnellstmöglich luftdicht abzuschließen. Letzteres kann unterschiedlich ausgeführt werden. Häufig ist es sinnvoll, zusätzlich zur normalen Folie noch eine dünne Unterziehfolie zu verwenden. Aber auch das Abdecken mit einer weiteren, bereits genutzten Folie wird vielfach praktiziert. Wichtig ist, dass neben sofortigen luftdichten Abschluss die Silage auch während der Lagerung luftdicht verschlossen bleibt.
 
Mehr zum Thema lesen Sie in der aktuellen LAND & Forst Ausgabe 16/2015 auf den Seiten 56 bis 58. Möchten Sie die LAND & Forst für einen Monat gratis zum Probelesen bestellen? Dann klicken Sie hier…
Auch interessant