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Schweinemast

Niedersachsen: Drei von zehn Schweinemästern hören auf

Schweinehaltung in Niedersachsen
am Dienstag, 19.02.2019 - 08:51

Laut ISN-Umfrage will ein Drittel der niedersächsischen Schweinemäster in den nächsten zehn Jahren die Schweinehaltung aufgeben.

Die Ergebnisse ihrer deutschlandweiten Umfrage stellte die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) gestern auf ihrer Mitgliederversammlung in Münster vor. An der aktuellen Befragung nahmen 839 Betriebe aus ganz Deutschland teil.

Fast ein Drittel der deutschen Schweinemäster überlegt, in den kommenden Jahren die Schweinemast aufzugeben. Bei etwa jedem sechsten Mäster steht der Ausstieg sogar in den nächsten fünf Jahren bevor.

Schweinemastbetriebe: 30 Prozent wollen aufhören

In Niedersachsen nahmen knapp 300 Betriebe an der Umfrage teil. Sie hatten eine durchschnittliche Bestandsgröße von gut 2.000 Mastplätzen. Hier gaben 30 % der Betriebe an, in den kommenden zehn Jahren aufhören zu wollen, knapp die Hälfte davon schon in den nächsten fünf Jahren.

Höchste Ausstiegsquoten in Süddeutschland

ISN Dierkes

Regional gesehen, gibt es die höchsten Ausstiegsquoten in Süddeutschland. Hier sind es laut Umfrage fast 40 % der Betriebe, die ihre Tore schließen wollen.

Die östlichen Bundesländer haben mit 23 % der Befragten die niedrigste Quote an Aussteigern.

Bezogen auf die befragten Betriebe, bedeuten die Umfrageergebnisse einen Rückgang der Mastplätze in Deutschland um 11 % in den kommenden zehn Jahren.

Kleinere Betriebe denken ans Aufhören

Kleinere Betriebe denken eher ans Aufhören als Größere. Das zeigte sich auch schon bei der Umfrage unter Sauenhaltern im vergangenen Sommer. Unter den Betrieben mit unter 800 Mastplätzen plant über die Hälfte den Ausstieg, ein Drittel schon in den nächsten fünf Jahren. Unter den Betrieben mit mindestens 2.800 Mastplätzen wollen dagegen fast 90 % weitermachen.

Schweinemäster: Hauptgründe für den Ausstieg

Als Hauptgründe für den Ausstieg gaben die Schweinemäster am häufigsten die gesellschaftliche Stimmung gegen die Tierhaltung, die Summe der Auflagen und die fehlenden Perspektiven an. Erst deutlich dahinter folgte die Ökonomie als Ausstiegsursache. Sie wurde von 45 % der Betriebe genannt.

Schweinemäster denken über Neuausrichtung nach

Nur 17,5 % der Betriebe gaben an, ihre Mastplätze erweitern zu wollen. Jeder fünfte Schweinemäster machte sich laut Umfrage Gedanken über eine Neuausrichtung der Mast. Gesucht werden neue Vermarktungsmöglichkeiten, dabei geht es stark in Richtung mehr Tierwohl.

Tierhalter bereit zur Weiterentwicklung

Der ISN-Vorsitzende Heinrich Dierkes betonte, dass die Umfrage gezeigt habe, dass die Tierhalter bereit zur Weiterentwicklung ihrer Haltungen seien. Aber wer umbauen wolle, müsse das dann auch dürfen. Ohne Zukunftsperspektive für hiesige Betriebe werde die Schweinemast wie die Sauenhaltung weiter ins Ausland abwandern.

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