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Auszeichnung

Niedersachsen: Goldene Olga 2017 geht nach Riekenbostel

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Birgit Greuner, LAND & Forst
am
08.12.2017

Familie Neumann aus Riekenbostel im Kreis Rotenburg/Wümme ist „Bester Milcherzeuger Niedersachsens 2017“ und wurde heute mit der Goldenen Olga ausgezeichnet.

Familie Neumann aus Riekenbostel im Landkreis Rotenburg/Wümme hat es geschafft und wurde heute mit der "Goldenen Olga" gekürt. Sie darf sich mit ihrem Milchviehbetrieb Neumann GbR „Bester Milcherzeuger Niedersachsens 2017“ nennen.

Die Eltern Thea und Gerhard (59) Neumann und Tochter Ina (31) und Schwiegersohn Jochen Neumann erhielten heute (8. Dezember) im „Alten Kurhaus“ in Bad Zwischenahn aus den Händen der Niedersächsischen Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast die „Goldene Olga 2017“ und einen Geldpreis in Höhe von 3.500 Euro.

Silberne Olga 2017 nach Wittmund

Für den zweiten Platz konnte die Ministerin die Silberne Olga 2017 und 2.000 Euro an Sonja und Henning Rothert und die Eltern Elisabeth und Hermann Rothert aus Wittmund überreichen. 

Die Bronzene Olga 2017 ging in diesem Jahr in den Uphuser Hammrich vor den Toren Emdens: Dort können sich Susanne und Ihno Groeneveld mit den Eltern Christine und Ahlrich Groeneveld über die hohe Auszeichnung und ein Preisgeld in Höhe von 1.500 Euro freuen.

Der vierte Platz ging an Birgit und Rainer Möller sowie an die Eltern Ursula und Ignatz Möller aus Bethen im Landkreis Cloppenburg. Sie erhielten ein Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro. Den fünften Platz und damit verbunden ein Preisgeld in Höhe von 500 Euro sicherten sich Hella und Gerd Gerdes mit Sohn Eike Gerdes und Jana Klockgether aus Bad Zwischenahn im Landkreis Ammerland.

15 Beste von 8.900 Milchviehhaltern

Im Rahmen der Festveranstaltung mit rund 160 geladenen Gästen hat die niedersächsische Milchwirtschaft im „Alten Kurhaus“ in Bad Zwischenahn heute die besten fünfzehn ihrer insgesamt rund 8.900 Milchviehhalter mit dem „Milchlandpreis 2017“ geehrt.

Die Auszeichnung ist nach Angaben der Landesvereinigung als „Unternehmerpreis für nachhaltiges Wirtschaften“ konzipiert.

 Zur Bewertung der Nachhaltigkeit der Wirtschaftsweise der einzelnen Betriebe prüft eine Fachjury mit insgesamt 16 Fachleuten nicht nur die Höfe besonders intensiv, sondern insbesondere auch deren Aktivitäten in den Bereichen Ökologie, Tierwohl, Soziales und Ökonomie.

Ziel ist es, jedes Jahr einen Milcherzeugerbetrieb als Preisträger der „Goldenen Olga“ zu ermitteln und auszuzeichnen, der

  • nicht nur eine optimale Rohmilch produziert,
  • sondern der hervorragend wirtschaftet und
  • sich durch einen besonders verantwortungsbewussten Umgang mit seinen Tieren, der Umwelt und den auf dem Hof arbeitenden Menschen heraushebt.

Goldene Olga für nachhaltige Wirtschaftsweise

    Die Festredner lobten die Anerkennung der unternehmerischen Leistung der Preisträger und deren Bemühen um eine vorbildliche und nachhaltige Wirtschaftsweise in der Milcherzeugung.

    Die neue niedersächsische Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Barbara Otte-Kinast, verwies in ihrem Grußwort auf die unsichere Lage auf dem Erzeugermarkt: „Mit Blick auf die vielfältigen und zum Teil unvorhersehbaren Ursachen, die eine Veränderung der weltweiten Nachfrage- und Angebotssituation bewirken und somit für die Schwankungen der Erzeugerpreise verantwortlich sind, kommen auf die Politik und die gesamte Milchwirtschaft große Herausforderungen zu.“

    Die Ministerin legte zudem ein klares Bekenntnis zur Zusammenarbeit mit der Milchwirtschaft ab: „Diese Herausforderungen kann und will ich nur im engen Schulterschluss mit allen Beteiligten bewältigen und hoffe zügig ein Bündel an Instrumenten anbieten zu können, welches im Bedarfsfall schnell und wirksam eingesetzt werden kann.“

    Landvolkpräsident: Alle Teilnehmer sind Spitzenkönner

    Landvolkpräsident Werner Hilse stellte das persönliche Engagement der Wettbewerbsteilnehmer in den Vordergrund: „Die Auszeichnung der besten Milcherzeuger Niedersachsens ist für alle Geehrten stets ein ganz besonderer Tag. Bei allen ist deutlich zu verspüren, wie die gesamte Familie mit Herzblut, Begeisterung und Können ihren Betrieb führt.“

    Besonders hob er die Leistungsbereitschaft aller Bewerber hervor: „Alle Teilnehmer und Bewerber sind Spitzenkönner und Vorbild für ihre Branche. Der tägliche Umgang mit den Tieren, 365 Tage im Jahr, ist immer wieder eine neue Herausforderung. Mit der Nominierung im Wettbewerb der goldenen Olga findet dieses Engagement für Jeden eine krönende Würdigung.“

     

    LVN-Vorsitzender Heusmann: Milchlandpreis schafft Transparenz

    Jan Heusmann, Vorsitzender der Landesvereinigung der Milchwirtschaft (LVN), stellte den wachsenden Anspruch an das nachhaltige Wirtschaften und die Transparenz der Produktion heraus: „Das Thema Nachhaltigkeit wird in der Milchwirtschaft in Zukunft noch mehr Aufmerksamkeit bekommen. Mit dem Milchlandpreis-Wettbewerb machen wir genau dieses nachhaltige Wirtschaften auf den Milchbauernhöfen transparent."

    Und er zeige deutlich, dass Nachhaltigkeit keine Frage der Betriebsgröße, sondern das Ergebnis einer erfolgreichen Betriebsführung sei.

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